Hochschule Trier auf Exkursion nach Costa Rica

Mit 12 Studierenden aus dem Fachgebiet Verfahrenstechnik am Standort Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier war Prof. Dr. Ulrich Bröckel zum vierten Mal in Costa Rica.

Hochschule Trier auf Exkursion nach Costa Rica

Costa Rica in Mittelamerika ist den meisten durch Ananas und Kaffee bekannt. Weniger bekannt ist, dass Costa Rica eine Basis für zahlreiche Call-Center internationaler Konzerne bietet und wirtschaftlich von der Herstellung medizinischer Geräte profitiert. Wesentlich sind die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und ein nachhaltiger Tourismus. Die Quote der regenerativen Energien liegt bereits bei ca. 97%, wovon sich die Exkursionsteilnehmer bei der Besichtigung eines der zahlreichen Wasserkraftwerke überzeugen konnten. Weitere Energiequellen sind die Geothermie und die Windkraft; Photovoltaik spielt derzeit noch eine untergeordnete Rolle.

Ein Besuch der nationalen technischen Universität (UTN - Universidad Técnica Nacional | Costa Rica) überraschte mit neuen Lehr- und Laborgebäuden, einem vollwertigem Roboter-Labor und einem sehr gut ausgerüsteten Labor zur Analyse von Selten-Erdmetallen. Hier wurden 50 Mio. US$ in die nationale Ausbildung und Forschung investiert.

Der Austausch mit Costa Ricas aktivster Entwicklungsgesellschaft in La Fortuna, die über eine Klimapartnerschaft mit dem Land Rheinland-Pfalz verbunden ist, zeigte den aktuellen Stand des ersten Wertstoffhofes in Costa Rica und die Planung eines Radwegenetzes zur Reduktion des privaten Autoverkehrs. La Fortuna ist durch seine Nähe zum Vulkan El Arenal, den Tourismus und die Geothermie finanziell sehr gut aufgestellt, sodass die oben genannten Aktivitäten finanziert werden können.

Die Studierenden konnten sich außerdem einen Einblick in den Bereich der Umwelt- und Klimabildung, des nachhaltigen Tourismus sowie des intakten und ausgesprochen artenreichen Ökosystems verschaffen. Zum Beispiel hat Costa Rica die Nutzung von Trinkhalmen aus Plastik verboten, so dass nur noch kompostierbare Trinkhalme oder welche aus Metall ausgegeben werden.

Voll mit Eindrücken und neuen Kontakten kamen die Exkursionsteilnehmer nach insgesamt zwei Wochen wieder in Frankfurt an.

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