Eine Unterkunft für Adebar & Co.

In Schmißberg wird’s bald klappern: Gerade ziehen dort zwei Störche in die neu errichtete Vogelvoliere ein. Der großzügig eingezäunte Bereich soll verletzten Vögeln eine neue Heimat geben.

Eine Unterkunft für Adebar & Co.

Möglich machten das unter anderem das Mitarbeiterprogramm der OIE und Mitarbeiterin Andrea Tiex. Sie hatte bei ihrem Arbeitgeber um Unterstützung gebeten und einen Zuschuss von 2.000 Euro erhalten. Nun können die Störche, die oft nicht in der Lage sind, sich in der freien Wildbahn zu ernähren, dort ganzjährig gepflegt und gefüttert werden.

Wie gemacht erschien die neue „Storchenvoliere“ für das Gemeinschaftsprojekt „Naturerlebnisdörfer im Land von Milan, Storch und Co.“ der Gemeinden Schmißberg, Niederhambach und Rimsberg. Es soll unter anderem Menschen für naturschutznahe Themen begeistern. „Ein 20 Kilometer langer Weg ist hier entstanden und führt an der Auffangstation für flugunfähige Störche vorbei. Im Bereich der Voliere ist der Pfad zudem noch von 40 Obstbäumen gesäumt. Gerade Störche sind bei den Menschen positiv besetzt und sollen daher unserem Naturerlebnispfad als Leitsymbol dienen“, erläutert Rudi Weber, der erste Beigeordnete der Gemeinde.

Zunächst musste der Platz für die geplante Voliere freigemacht werden, ein Fundament wurde ausgehoben und betoniert. Dabei wurden direkt auch hochstehende Pfosten mit eingesetzt. Eine Herausforderung für die ehrenamtlichen Helfer war das Anbringen des Drahtes, der mit 15 Personen gleichzeitig über die Pfähle gezogen werden musste. Auch Stahlseile wurden als zusätzliche Halterung gespannt und an die Voliere wurde eine Hütte angebaut.

Durch insgesamt 15 Geldspenden konnten für das Projekt 8.850 Euro gesammelt werden. Hinzu kamen 13 Sachspenden mit einem geschätzten Gegenwert von circa 10.000 Euro. 2.000 Euro steuerte die OIE aus ihrem Mitarbeiterprogramm bei – ebenso stellte sie die Masten für die Nester zur Verfügung und half mit einem Hubsteiger beim Aufstellen der Pfähle. „Mein größter Dank gilt den 23 ehrenamtlichen Helfern, die in rund 1.700 Arbeitsstunden unermüdlich für den Aufbau gesorgt haben. Unser ‚Bauleiter‘ Klaus Loose konnte heute leider nicht hier sein, weil er zum Empfang des Bundespräsidenten zur Würdigung seines ehrenamtlichen Einsatzes eingeladen war“, sagt Weber weiter. Neben der OIE und Andrea Tiex dankte er auch Altbürgermeister Adolf Schuch, der die Maßnahme in vielen hundert Arbeitsstunden unterstützt hat. Alle Genehmigungen, die für die Voliere erforderlich waren, gelten seit dem vergangenen Samstag. Gebracht werden sie von den Storchenfreunden aus Theisbergstegen bei Kusel, die ebenfalls über eine Auffangstation verfügen.

Im Programm „OIE macht’s möglich!“ engagieren sich Mitarbeiter und Pensionäre der OIE in ihrer Freizeit für Mitmenschen. Wer selbst die Ärmel hochkrempelt und sich für einen guten Zweck in seiner Heimatgemeinde einbringt, erhält bis zu 2.000 Euro Unterstützung. Anlässlich ihres 120-jährigen Jubiläums hat die OIE den Beitrag um 120 Euro aufgestockt.

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