Neue Gesichter in der Wasenstraße

Das Quartiersmanagement der „Sozialen Stadt Wasenstraße“ startet mit einem„fliegendem“ Büro und plant für den 13. September eine Picknick-Party.

Neue Gesichter in der Wasenstraße

Nach der Zusage, die Stadt Idar-Oberstein mit dem Stadtquartier Wasenstraße in diesem Jahr in das städtebauliche Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufzunehmen beginnen jetzt die vorbereitenden Maßnahmen.

Das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt" verfolgt das Ziel, Stadtquartiere städtebaulich aufzuwerten und die Lebensbedingungen der Bewohnerschaft zu verbessern. Mit Sanierungs- und Instandsetzungs-, eventuell auch Abriss und -Neubaumaßnahmen sollen private und öffentliche Gebäude an den heutigen Lebensstandard angepasst und ortsbildgerecht gestaltet werden. Gleichzeitig gilt es, das Wohnumfeld und öffentliche Flächen aufzuwerten und Mängel der Infrastruktur zu beheben. Maßnahmen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und zur Integration aller Bevölkerungsgruppen im Quartier sollen die Lebensbedingungen aller Quartiersbewohnerinnen und –bewohner verbessern.

Dafür erarbeitet das Büro BBP Stadtplanung Landschaftsplanung aus Kaiserslautern gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept". Als ersten Schritt werden die Mitarbeiter des Büros BBP in den nächsten Wochen eine Bestandsaufnahme des Stadtquartiers machen. Hierzu müssen sie Gebäude und Freiflächen fotographisch und kartographisch erfassen, um die Bestandssituation im Gebiet dokumentieren zu können. Das Gebiet umfasst den Bereich Amtsstraße, Baumschule, Friedrich-Ebert-Ring 2, Heckweg, Ritterstraße 1 bis 21 sowie 2 bis 34, Schulstraße, Kasinostraße, Wilhelmstraße 1 bis 19 und Wasenstraße 1 bis 88. Bitte unterstützen sie die Arbeit der Planer vor Ort, die sich durch ein Legitimationsschreiben der Stadtverwaltung ausweisen können.

Parallel dazu sind im Stadtquartier Wasenstraße noch zwei neue Gesichter unterwegs: Ab sofort sind die beiden Quartiersmanagerinnen Juliane Rohrbacher und Janina Grunenberg als Ansprechpartnerinnen rund um das Projekt „Soziale Stadt“ vor Ort. Die Aufgabe des Teams ist es, gemeinsam mit Stadtverwaltung, Akteuren und vor allem den Experten für das Quartier, den Bewohnerinnen und Bewohnern der Wasenstraße, das Quartier in den nächsten Jahren zu einem schönen Wohnumfeld und angenehmen Aufenthaltsort zu entwickeln.

„Wir freuen uns sehr darauf, die Menschen hier kennenzulernen“, so Janina Grunenberg zum Start des Quartiersmanagements. Bis ein Quartiersbüro gefunden ist, ist das Team vom Büro Stadtberatung Dr. Sven Fries mit einem mobilen Angebot im Stadtquartier präsent: Ein Lastenrad wird zum fliegenden Quartiersbüro. Hier versorgen sie Interessierte mit Informationen zum Projekt „Soziale Stadt“ und sammeln Anregungen und Ideen für Projekte. „Auch die geplante Picknick-Party auf dem Gelände der ehemaligen Flurschule am Freitag, 13. September bietet eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen“, kündigt Grunenberg schon mal an.

„Niemand kennt die Probleme und Bedürfnisse vor Ort so gut wie die Menschen, die dort leben“, führt Juliane Rohrbacher aus. „Wir möchten niemandem erklären, was er braucht, sondern ins Gespräch kommen, um gemeinsam Ideen für Lösungen zu entwickeln.“ In dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“, in das das Quartier Wasenstraße Anfang des Jahres aufgenommen wurde, sind städtebauliche Maßnahmen wie der Umbau von Häusern, der Ausbau von Straßen und die Gestaltung von Plätzen vorgesehen, um das Lebensumfeld positiv zu verändern. Auch soziale Projekte gehören zur „Sozialen Stadt“, vom Stadtteilgarten bis hin zum Bürger-Café beispielsweise. „Wichtig ist“, sagt Rohrbacher, „dass sie dem Bedarf entsprechen und zu einer lebendigen Nachbarschaft beitragen.“

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