SSVGH-Volleyballer wollen weiße Weste wahren

Nach einem optimalen Saisonstart mit drei Siegen aus ebenso vielen Spielen steht für die Volleyballer vom SSVGH Idar-Oberstein am kommenden Sonntag (15.00 Uhr) der erste echte Härtetest der noch jungen Verbandsliga-Saison auf dem Programm.

SSVGH-Volleyballer wollen weiße Weste wahren

Das junge Scherer-Team muss in Herxheim gegen die SG Südpfalz I ran.

Seit ungefähr neun Monaten oder exakt 269 Tagen ist die Scherer-Truppe mittlerweile saisonübergreifend ungeschlagen – die letzte Niederlage setzte es am 26. Januar noch in der Rheinhessenliga gegen den TV Hochstetten (1:3) – und wenn es nach dem Coach geht, sollte das noch ein Weilchen so bleiben.

Im Vorfeld der richtungsweisenden Partie tritt Manuel Scherer allerdings mächtig auf die Euphoriebremse: „Eigentlich wollten wir die vier spielfreien Wochen intensiv nutzen, um uns in allen Bereichen den letzten Feinschliff zu holen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.“ Aufgrund von Verletzungen, Erkrankungen, Urlauben und arbeitsbedingten Fehlzeiten stand dem SSVGH-Trainer selten bis gar nicht der komplette Kader zur Verfügung, sodass er viel improvisieren musste.

Auch am Sonntag fehlen mit Christian Lehnen (Prüfungsvorbereitung) und Hagen Becker (Fingerverletzung) zwei starke Außenangreifer, Lewan Jishkariani plagt sich schon seit Wochen mit Rückenproblemen herum. Hinzu kommt mit dem Landesliga-Absteiger ein richtig guter Gegner auf den Schulsportverein zu. „Wir treffen auf eine erfahrene und fitte Mannschaft mit Spielern im besten Volleyballalter, die das Potenzial hat, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Das ist eine echte Hausnummer“, mahnt Scherer. Sein Bruder und Trainer-Kompagnon Sebastian macht einen etwas gelasseneren Eindruck und klingt verhalten optimistisch: „Klar, die Vorbereitung war jetzt nicht optimal, aber wenn wir unser Potenzial aufs Parkett bringen, dann können wir in dieser Klasse gegen jeden Gegner gewinnen. Die Einstellung muss stimmen und personell schlägt nun eben die Stunde unserer Jungen, die zeigen müssen, dass sie Christian und Hagen ersetzen können.“

Wie auch immer die Mannschaft personell genau aussieht, sie wird nach Ansicht ihrer Coaches in der Südpfalz in jedem Fall alles daran setzen, die niederlagenfreie Wahnsinns-Serie um mindestens vierzehn Tage auf dann 283 aufzustocken.

Florian Meigen

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