Literaturfrühstück war wieder gut besucht

Beim Literaturfrühstück im Restaurant Badischer Hof zeigte sich Sandra Ley, die Leiterin der Stadtbibliothek Idar-Oberstein, in ihrer Begrüßung sehr erfreut darüber, dass das Angebot sich so großer Beliebtheit erfreut.

Literaturfrühstück war wieder gut besucht

Denn wie auch im Frühling waren die Karten bereits mehrere Wochen im Voraus ausverkauft.

Nach einer ersten Stärkung am gut gefüllten Frühstücksbuffet des Badischen Hofs stellte Christine Werle von der Buchhandlung Schulz-Ebrecht den brandaktuellen Roman „Der Store“ von Rob Hart vor, den sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Bettina Mattes-Fuhr ausgewählt hatte. Er spielt in einer nahen Zukunft, in der Paxton und Zinnia bei „Cloud“ arbeiten, dem weltgrößten Onlinestore. Cloud liefert alles überallhin, auch das Leben der Mitarbeiter ist perfekt geregelt. Aber alles hat seinen Preis. Paxton und Zinnia kommen sich näher, doch jeder von ihnen verfolgt ein ganz eigenes Ziel. Werle erzählte, dass sie hauptsächlich die Arbeitsweisen und Mechanismen bei „Cloud“ interessiert haben, während ihre Kollegin besonders von der Geschichte um Zinnia und Paxton gefesselt war. So wurde bei dem Vortrag auch deutlich, wie unterschiedlich Leser an ein Buch herangehen.

Als Gastleser hatten die Veranstalter Günther Weinz eingeladen, der die Gäste mit Passagen aus Christine Westermanns autobiographischem Buch „Manchmal ist es federleicht“ zum Schmunzeln und Lachen brachte. Mit Humor, manchmal auch melancholisch, berichtet Westermann von großen und kleinen Abschieden, beispielsweise von der Sendung „Zimmer frei“, die sie viele Jahre lang gemeinsam mit Götz Alsmann moderierte. Besonders amüsierte die Zuhörer die Passage, in der die Autorin in lustiger Manier von ihrem Unvermögen erzählt, Verpackungen an den davor vorgesehenen Stellen ordnungsgemäß zu öffnen.

Einmal mehr in die Vergangenheit führte der Vortrag von Sandra Ley, die den im September erschienenen Roman „Die Frau in der Themse“ ausgewählt hatte. 1885 treffen in London der berühmte Detektiv William Pinkerton und der charmante Gauner Adam Foole aufeinander. Pinkerton verfolgt Charlotte Reckitt, von der er sich Informationen über einen gesuchten Dieb erhofft. Foole kehrt nach London zurück, weil er von seiner großen Liebe, eben jener Charlotte Reckitt, einen Brief erhalten hat, in dem sie ihn um Hilfe bittet. Auf 915 Seiten enthüllt der Roman des kanadischen Autors Steven Price, dass die beiden Protagonisten weit mehr verbindet als Charlotte Reckitt. Ley ermutigte die Leser, sich an langen Winterabenden und verregneten Sonntagen auf dieses umfangreiche Werk und seine Sprache einzulassen.

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