Hartenberger: „Wir werden den sogenannten Experten zeigen, zu was wir in der Lage sind.“

Heute um 15.30 Uhr startet der SC Idar-Oberstein in die neue Spielzeit. Doch für den Verein beginnt nicht nur eine neue Saison, für das Team um Trainer Uwe Hartenberger ist es ein Neubeginn in der Verbandsliga.

Hartenberger: „Wir werden den sogenannten Experten zeigen, zu was wir in der Lage sind.“

Ein Neustart ist für den Verein auch nötig. Schließlich lieferten die Schmuckstädter eine desolate Rückrunde ab, konnten unter Hartenberger kein Spiel gewinnen. Doch wenn man dem SC-Trainer Glauben schenkt, haben die Spieler, die noch da sind, und der Trainer die Altlasten der Vergangenheit abgeschüttelt. „Ich beschäftige mich nicht mehr mit der vergangenen Saison, das ist abgehakt. Die Mannschaft, die am Samstag auflaufen wird, habe ich zusammengestellt und an ihr lasse ich mich messen“, gibt Hartenberger zu verstehen.

Neben den neuen Spielern wie Yannik Kerzan, Marius Botiseriu, Martin Schultheis oder Philipp Schrimb kann der Verbandsligist in dieser Saison vermutlich auch wieder auf die Dienste von Christian Henn zurückgreifen, der von Hartenberger zum Kapitän ernannt wurde. Eine Eigenbluttherapie half seiner Schulter auf die Sprünge, in der Vorbereitung konnte Henn erste Einsatzminuten absolvieren. „Die Mannschaft hat zueinander gefunden. Ich habe schon das Gefühl, dass auch die Spieler, die letztes Jahr dabei waren, die alte Saison hinter sich gelassen haben“, sagt Henn.

Der Blick geht also nach vorne. Hartenberger legte in der Vorbereitung Wert auf die körperliche Fitness und die Etablierung eines zweiten Spielsystems, dem 4-1-4-1, die der Mannschaft gegen offensiv orientierte Gegner mehr Durchschlagskraft und Möglichkeiten in der Offensive bieten soll. Die Ergebnis in den Testspielen stimmten, zuletzt schlugen die Schuckstädter in der SG Mülheim-Kärlich einen ambitionierten Rheinlandligisten. „Ich bin mit der Vorbereitung sehr zufrieden, aber diese Vorbereitung ist nichts wert, wenn wir es am Samstag nicht auf den Platz bringen“, stellt Hartenberger klar.

Die Zuschauer im Idarer Haag dürften für die vergangene Spielzeit Widergutmachung erwarten. Der SC Idar-Oberstein hat sich das Ziel gesetzt, zwischen den Plätzen eins und fünf mitzuspielen, trotz vieler Spieler mit Oberligaerfahrung will der Verein den direkten Wiederaufstieg nicht als Ziel aufrufen. „Auch die Oberligaspieler haben in den letzten 1,5 Jahren nichts erreicht. Ich glaube, es ist auch mal ein wenig Demut angesagt“, wenngleich Hartenbergers Kapitän Henn sagt: „Man spielt ja kein Fußball, um Fünfter zu werden.“ Merkurist Idar-Oberstein-Experte Ali Dibooglu traut der Mannschaft derweil bestenfalls einen Kampf um den Klassenverbleib zu. „Wir werden diesen sogenannten Experten wie Ali Dibooglu zeigen, zu was wir in der Lage sind“, gibt sich Hartenberger kämpferisch.

Dieses Ziel solle eine Mixtur aus erfahrenen und jungen Spielern in die Tat umsetzen. „In Marius Botiseriu, Philipp Schrimb, Yannik Kerzan und Lukas Gibbert haben sich meiner Meinung nach vier unserer Neuzugänge in den Vordergrund gespielt“, lobt Henn. Gibbert wird der neue Stammtorhüter sein, auch die anderen drei werden am Samstag vermutlich in der Startelf stehen. Dann wird sich zeigen, ob der SC Idar-Oberstein den Schwung seiner engagierten Vorbereitung auch mit in die neue Spielzeit nehmen kann.

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