Willy-Brandt-Ausstellung in der KSK

„Demokratie leben!" ist ein Bundesprogramm, das Engagement für eine vielfältige, demokratische und weltoffene Gesellschaft fördert.

Willy-Brandt-Ausstellung in der KSK

Der Internationale Bund Südwest gGmbH (IB), bei dem das Projekt angesiedelt ist, hat sich mit diesem Thema beim zweiten Demokratiefest im Nationalparklandkreis Birkenfeld eingebracht. Dies fand Anfang September auf dem Gelände der Realschule plus in Birkenfeld statt. Bereits dort wurde die, von der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Verfügung gestellte Willy-Brandt-Ausstellung gezeigt. Interessierte können sich nun die Infotafeln in den Geschäftsstellen der Kreissparkasse anschauen und werden so an einen der bedeutendsten Politiker der Bundesrepublik Deutschland erinnert.

In einer Zeit voller antidemokratischen Strömungen und politischer Hetze von pseudopolitischen Gruppierungen tun wir gut daran, eine Rückschau auf diesen außergewöhnlichen Menschen zunehmen. Die Festigung der Demokratie und die friedliche Koexistenz der Völker waren stetes Ziel des politischen Wirkens von Willy Brandt.

Brandt wurde 1913 als Herbert Ernst Karl Frahm in Lübeck geboren. Schon früh wurde er politisch aktiv und musste Deutschland wegen nationalsozialistischer Verfolgung verlassen. Auch im skandinavischen Exil blieb er als überzeugter Sozialdemokrat stets politisch aktiv und kam dann über berufliche Umwege nach Deutschland zurück. Der SPD-Politiker war regierender Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Bürgermeister von Berlin, Vorsitzender des Bundesrates und Bundeskanzler (1969 – 1974). Er war der erste Deutsche Bundeskanzler, der nach Israel reiste und auch vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York sprach. Für seine Entspannungs- und Ostpolitik erhielt er 1973 den Friedensnobelpreis. Unvergessen ist sein Kniefall am Ehrenmal des jüdischen Gettos in Warschau.

Die Ausstellung wurde zunächst in der KSK Geschäftsstelle in Idar gezeigt. Hier trafen sich zum Fototermin (v.l.n.r.) Michael Hiebel, KSK Filialbereichsleiter, Hartmut H. Geis, Leiter der Betriebsstätte Idar-Oberstein der IB Südwest gGmbH, Bruno Zimmer, erster Beigeordneter des Nationalparklandkreises Birkenfeld, Dir. Thomas Späth, KSK Vorstandsvorsitzender, Stefan Worst, IB Südwest gGmbH, Projektleiter des Projektes „Demokratie leben!", Marina Ljalko, Kreisverwaltung Birkenfeld, und Koordinatorin des Projektes "Demokratie leben!" und KSK Vorstandsmitglied Dir. Torsten Rothfuchs

Die Ausstellung ist in der KSK Filiale in Baumholder vom 30. September bis 04. Oktober, in Birkenfeld vom 07. bis 11. Oktober, in Oberstein vom 14. bis 18. Oktober und in Rhaunen voraussichtlich vom 21. bis 25. Oktober zu sehen.

Leonhard Stibitz

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