Einzigartiges System kommt in Baumholder zum Einsatz

Dichter Nebel hing über Baumholder und ein 16-Tonnen-Schwergewicht hing über dem OIE Biomasseheizwerk Baumholder. Dabei handelte es sich um das neue Aschesilo, in dem im Biomasseheizwerk anfallende Verbrennungsasche gelagert wird.

Einzigartiges System kommt in Baumholder zum Einsatz

Über mehrere Nächte hatte es sich auf seinen Weg in die Westrich-Stadt gemacht. Am Morgen standen dann schon zwei Spezialkräne bereit, um das Silo an seinen neuen Platz zu heben. Hierzu musste es erst von einem Schwerlasttransporter heruntergehoben und mit Hilfe beider Kräne aufgerichtet werden. Vom Boden aus schwebte es dann passgenau an seinen zukünftigen Standort zwischen Heizwerk und Brennstofflager.

Damit der Schwerlasttransporter das Gelände gut erreichen konnte, wurde sogar die Einfahrt zum Heizwerk zusätzlich aufgeschüttet. Innerhalb kürzester Zeit hoben die beiden Spezialkräne das Silo an seinen neuen Platz. Dort wird künftig die anfallende Asche gelagert und danach entsorgt. Auch das neue, sogenannte „Toploader-System“ konnte schon in einer der drei Lagerboxen, die jeweils 400 Kubikmeter Biobrennstoff fassen, getestet werden. Es handelt sich dabei um ein in dieser Form einzigartiges System in Deutschland, welches es ermöglicht, für eine sehr hohe Lagerkapazität die Brennstoffein- und auslagerung vollautomatisch über mehrere Tage sicher zu stellen.

„Insgesamt liegen die Arbeiten für unser künftiges Biomasseheizwerk in Baumholder voll im Zeitplan. Ohne Zwischenfälle oder Verzögerungen wurden die Kessel und das Kesselhaus, die Filter, der Schornstein, das Holzlager und nun auch das Aschesilo aufgebaut“, so OIE Vorständin Eva Wagner.

Die Inbetriebnahme des OIE Biomasseheizwerks in Baumholder ist für Dezember 2019 geplant. Ab 2020 erzeugt es jährlich 60 Millionen Kilowattstunden Wärme. Künftig wird es mit über 90 Prozent Biobrennstoff, der überwiegend aus Gebrauchtholz und naturbelassenen Holzhackschnitzeln besteht, betrieben. Das sorgt dafür, dass jährlich 15.000 Tonnen CO2 eingespart werden können. Für den Umbau investiert die OIE knapp neun Millionen Euro.

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