Jetzt wird es spannend, nach dem Hype um die Audi Nines in Ellweiler mit 4000 Tagesbesuchern…

Denn jetzt wird jedem Naturliebhaber und Freund des Nationalparks klar, was wir am Idarkopf zu erwarten haben.

Jetzt wird es spannend, nach dem Hype um die Audi Nines in Ellweiler mit 4000 Tagesbesuchern…

In der Mitte eines FFH-Gebietes, in der Mitte des Landes und in der Mitte von Europa. Einmalige Flächen des Naturschutzes sollen geopfert werden für Tausende von Tagesbesuchern, denen es vordergründig nicht im geringsten um die Belange des Naturschutzes geht. Es geht dabei auch nicht ums Radfahren im landläufigen Sinne, es geht dabei um einen Riesenspielplatz für einige wenige Mountainbiker. Das funktioniert doch bereits hervorragend in einem Steinbruch!

Daher stellt sich dabei doch die Frage, weshalb nicht mit den Eigentümern des Steinbruchs ein Vertrag ausgehandelt wird, um eine dauerhafte Nutzung innerhalb eines Teils des Steinbruchgeländes zu erhalten. Bis zum jetztigen Zeitpunkt besteht hier kein Konflikt mit dem Naturschutz! In der Zukunft könnte man dort durch eine vernünftige Planung einen Bikepark entwickeln, ohne ein FFH-Gebiet zu zerstören - ein Bike-Park, in dem man schalten und walten kann, wie es beliebt!

Das einzige Pfund, mit dem wir wuchern können, ist unsere Natur im Hunsrück! Daher sollte geschützt bleiben, was bereits geschützt ist! Wenn wir dann in der Zukunft noch den militärischen Fluglärm in den Urlaubsmonaten derart reduzieren, dass er nicht mehr wirklich stört, dann ist die Welt der Nationalparkregion doch in Ordnung. Eine Welt, in der man mit einem Nationalpark, Natur ohne Ende und einer positiven Entwicklung des Lebens auf dem Lande mit großer Freude entgegenblicken kann.

Denn hierin besteht eine große Chance für jung und alt, etwas auf Dauer zu erhalten. Wohnen und Arbeiten, Gesundsheitsvorsorge, Wellness, Naherholung, Urlaubsziel! Daher muss die touristische Entwicklung konkreter werden in Zusammenarbeit mit der Daseinsvorsorge der immer älter werdenden Gesellschaft in unserem Landstrich!

Fazit: Die Idee des Bikeparks ist nicht schlecht, nur der geplante Standort ist der Falsche! Deshalb neu denken, bevor es zu spät ist.

Thomas Petry lebt in Idar-Oberstein und arbeitet als Architekt, er ist Mitglied der Partei BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN.

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