„Zeitkapsel“ wird im OIE Biomasseheizwerk Baumholder einbetoniert

Im Rohbau des Biomasseheizwerks in Baumholder haben der Leiter der OIE Wärmeabteilung Jürgen Schneider, Bernd Alsfasser und Günther Jung, Bürgermeister der VG und Stadt Baumholder, und Greg Williams, Director USAG RP DPW, eine „Zeitkapsel“ befüllt.

„Zeitkapsel“ wird im OIE Biomasseheizwerk Baumholder einbetoniert

Es ist eine gute Tradition, bei einer Grundsteinlegung eine solche Kapsel mit zeittypischen Dingen zu versehen, um sie für spätere Generationen zu bewahren. Baupläne, eine Tageszeitung, ein aktuelles Kundenmagazin „Meine OIE“, ein Beutelchen mit Münzen und weitere Kleinigkeiten wanderten mit in das Gefäß. Fest verschlossen, in einer knapp 70 Zentimeter langen Eisenröhre, werden die zeitgeschichtlichen Dokumente später sichtbar in eine Wand einbetoniert und für die Ewigkeit aufbewahrt.

„Da die Bodenplatte schon erstellt und somit die Grundsteinlegung bereits erfolgt ist, betonieren wir die Kapsel für die Nachwelt in eine Wand ein – hoffentlich für immer“, lächelte Schneider beim Termin. Mit den Bürgermeistern und den Vertretern der US Army überzeugten sie sich vor Ort vom Fortschritt der Baumaßnahmen. Und dort gab es einiges zu sehen: Mittlerweile sind die Bodenplatten für das Kesselhaus und das Werkstattgebäude bereits gegossen. Die Betonwände der Werkstatt wurden ebenfalls errichtet. Weiterhin wurde die Baugrube der Toploaderhalle ausgeschachtet und die Vorbereitungen für die Silofundamente laufen auf Hochtouren.

„Aktuell sind wir gut im Zeitplan und sehr zufrieden“, sagte Schneider. Als nächstes würden die Brandwand und die Bodenplatte der Toploaderhalle errichtet; mit der Lieferung der Kesselkomponenten rechne das Unternehmen Anfang August. Auf die Kesselhausstützen würden noch Betonbinder eingelegt und danach folgen der Stahlbau, die Dacharbeiten sowie die Fassadenarbeiten am Kesselhaus. Vom reibungslosen Ablauf zeigten sich auch die Bürgermeister und Williams begeistert: „Für uns ist das ein besonderer Tag. Wir erinnern uns noch an die ersten Gespräche, die Entscheidung, die Planungen und den Spatenstich. Und nun stehen wir hier und können vermutlich schon Ende des Jahres mit der Fertigstellung des Biomasseheizwerks rechnen“, erklärten alle drei unisono den Grund ihrer Freude.

Künftig wird das moderne und klimafreundliche Biomasseheizwerk mit über 90 Prozent Biobrennstoff, der überwiegend aus Altholz und naturbelassenen Holzhackschnitzeln besteht, betrieben. Die OIE senkt bis 2020 mit dem Umbau die CO2-Emissionen ihrer Wärmeerzeugung um nahezu 70 Prozent und sorgt damit dafür, dass 15.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden können.

Die Inbetriebnahme des Biomasseheizwerks in Baumholder ist für Ende 2019/Anfang 2020 geplant. Ab 2020 erzeugt es jährlich 60 Millionen Kilowattstunden Wärme. Für den Umbau investiert die OIE knapp sieben Millionen Euro.

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