SSVGH-Volleyballer: Letztlich auch in Mainz souverän

Die Volleyballer des Schulsportvereins des Heinzenwies-Gymnasiums behalten auch nach dem zweiten Spieltag in der Verbandsliga den Platz an der Sonne.

SSVGH-Volleyballer: Letztlich auch in Mainz souverän

Beim letzten Endes ungefährdeten 3:1 (29:27, 23:25, 25:9, 25:13) in 101 Minuten gegen die TSG Mainz-Bretzenheim stillte der Primus mit den Saisonpunkten sieben bis neun auch in der Landeshauptstadt seinen Erfolgshunger.

Wie bereits in der vergangenen Woche war der breite und qualitativ ausgeglichene Kader, der Coach Manuel Scherer erstmals komplett zur Verfügung stand, der Schlüssel zum Erfolg, denn dem durchweg aus erfahrenen ehemaligen Landes-, Verbandsliga- oder Oberligaspielern bestehenden Mainzer Team ging am Ende schlichtweg die Puste aus, während Scherer von der Bank nachlegen konnte.

Bis es soweit war, musste der SSVGH Idar-Oberstein allerdings zunächst einmal dicke Bretter bohren, machte sich das Leben aber auch selber schwer, weil er wie so häufig erneut nur äußerst zäh ins Spiel fand. Die Anfangssechs bestehend aus Zuspieler Sebastian Scherer, den Außenangreifern Hagen Becker und Lewan Jishkariani, den Mittelangreifern Maximilian Gebert und Florian Lehnen sowie Patrick Kirstein auf Diagonal hatte zu viele Ungenauigkeiten im Spiel und das Team schaffte es nicht, seine klaren Tempovorteile auszuspielen. „Wir haben die älteren Herren aus Mainz einfach nicht in Bewegung bekommen“, analysierte Manuel Scherer die beiden Anfangssätze, „und wir haben wieder extrem nervös begonnen.“

Konnte der erste Durchgang gerade noch mit einer Energieleistung knapp gewonnen werden (29:27), so ging der zweite Satz verdient mit 25:23 an die Bretzenheimer. Die nachfolgende Satzunterbrechung nutzte Manuel Scherer dann für die entscheidenden Korrekturen. Per Appell zu mehr Konzentration und Leidenschaft und per Facelifting bei der Aufstellung führte der Coach sein Team von außen auf die Siegerstraße. Nur Sebastian Scherer, Patrick Kirstein und Hagen Becker behielten ihre Positionen, Jishkariani rückte in die Mitte, von wo nun auch Steven Popp angriff. Christian Lehnen vervollständigte die Mannschaft im Außenangriff. Die Maßnahmen fruchteten sofort. Schnell konnten sich die Idar-Obersteiner mit langen Aufschlagserien absetzen und die Mainzer hatten dem nun enorm druckvollen Angriffsspiel der Gäste nichts mehr entgegenzusetzen. Das 25:9 kam schon fast einem Debakel gleich. „Das war ein Satz wie aus einem Guss, ein Klassenunterschied, nahezu perfekt“, freute sich Manuel Scherer über die Leistung seiner Truppe, die nicht nachließ und gegen die nun immer müder werdenden Gastgeber den Sieg locker mit 25:13 nach Hause fuhr. „Es ist Wahnsinn, wie wir mittlerweile in Phasen, in denen es nicht optimal läuft, reagieren können. Mir stehen nahezu auf jeder Position zwei fast gleichwertige Spieler zur Verfügung, die häufig auch noch mehrere Positionen begleiten können“, frohlockte Scherer in Bezug auf seinen Kader, der für ihn im Saisonverlauf noch „das Zünglein an der Waage“ sein könnte.

Nach getaner Arbeit steht nun eine vierwöchige Matchpause an, die der SSVGH zur intensiven Trainingsarbeit nutzen will. Dann geht es Ende Oktober zum schweren Auswärtsspiel zur SG Südpfalz I, für den SSVGH-Coach einer der Topfavoriten auf den Aufstieg: „Das wird eine ganz heiße Kiste, aber wir fahren da als Tabellenführer mit breiter Brust hin“ – und sicherlich mit nach wie vor großem Appetit auf Saisonpunkte.

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