Typisierung beim Weihnachtsmarkt Achtelsbach

Weihnachten sehen, hören, schmecken und fühlen – Am Samstag vor dem ersten Advent sorgen die Achtelsbacher für Weihnachtszauber in ihrem Dorf.

Typisierung beim Weihnachtsmarkt Achtelsbach

Nicht nur der vorweihnachtliche Genuss steht im Fokus, sondern auch der gute Zweck. Deshalb wird auf dem Dorfplatz mit der Stefan-Morsch-Stiftung zur Typisierung als Stammzellspender aufgerufen, von 14 bis 18 Uhr.

Zum dritten Mal organisiert Ortsbürgermeister Kai Sohns gemeinsam mit dem SV Edelweiß, FC Achtelsbach, dem Damen-Trimm-dich-Club und der „Maaj“ den Weihnachtsmarkt. Ab 14 Uhr öffnen die Verkaufsstände und die Kinder der Kindergruppe Achtelsbach schmücken den Christbaum. Danach gibt es für kleine Besucher Bastelaktionen in der Zwergenwerkstatt. Am Hochwald-Alpaka-Stand können sich Tierfreunde für einen kleinen Spaziergang einen kuscheligen Weggefährten ausleihen. Neu ist in diesem Jahr der Verkauf von Kaffee und Kuchen im Landheim.

Gemeinsam mit der ersten Stammzellspenderdatei Deutschlands aus der Kreisstadt Birkenfeld startet Ortsbürgermeister Sohns die Hilfsaktion für Leukämie- und Tumorkranke. Junge Erwachsene bis 40 Jahre können sich kostenlos mit einer Speichelprobe als Stammzellspender registrieren. Bei Vorerkrankungen kann man auf der Homepage der gemeinnützigen Stiftung nachlesen, ob man sich trotzdem registrieren kann. Informieren kann man sich auch unter der gebührenfreien Hotline 0800 – 76 67 724. Wer sich nicht typisieren lassen darf oder möchte, kann auch mit einer Geldspende die Leukämiehilfe unterstützen. Mit Hilfe von Spendengeldern werden die Registrierungskosten von je 40 Euro finanziert, die für jede einzelne Typisierung anfallen. Obwohl weltweit rund 36 Millionen Menschen registriert sind, wird immer noch nicht für jeden Patienten ein passender Spender gefunden. Sohns hofft, dass viele dem Aufruf, Leben zu retten folgen: „Je mehr sich als Spender registrieren, umso besser.“

Im Labor der Stiftung werden die Speichelproben auf die genetischen Gewebemerkmale analysiert und gespeichert. Stimmen die Merkmale mit denen eines Patienten überein, nehmen Mitarbeiter der Stiftung Kontakt auf. Spenden kann man auf zwei Arten: Die periphere Blutstammzellspende ist heute die häufigste Variante. Sie funktioniert so ähnlich, wie eine Blutplasma-Spende und dauert etwa drei bis fünf Stunden. Bei der Knochenmarkspende punktieren Mediziner den Beckenkamm, um Stammzellen zu entnehmen. Das dauert rund eine Stunde und wird unter Vollnarkose gemacht.

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