Eva Mattes und Rheinische Philharmonie zu Gast

Als nächsten Veranstaltungen im Rahmen des städtischen Theaterprogramms 2019/2020 stehen eine musikalische-literarische Zeitreise mit Eva Mattes und ein Konzert des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie auf dem Programm.

Eva Mattes und Rheinische Philharmonie zu Gast

Zu beiden Veranstaltungen, die im Stadttheater Idar-Oberstein stattfinden, gibt es jeweils um 18.45 Uhr im Bankettsaal des Stadttheaters eine Einführung.

Szenischer Chansonabend mit Eva Mattes

Am Samstag, 23. November 2019, um 19.30 Uhr ist Schauspielerin Eva Mattes zu Gast und präsentiert die Produktion „Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“ von Irmgard Schleier. Dabei singt, spielt und rezitiert Mattes populäre Chansons, Balladen und Lyrik. In ihrem szenischen Chansonabend nehmen Eva Mattes und Irmgard Schleier die Zuhörer mit auf eine faszinierende literarisch-musikalische Zeitreise durch europäische Kulturlandschaften. Sie präsentieren Erzählungen vom Fortgehen und Wiederkehren, von Heimat, Lust und Verlust.

Der Bogen spannt sich durch die Zeiten und über Grenzen, von Heinrich Heines „Entflieh mit mir“ bis zu Friedrich Hollaenders „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, vom jiddischen „mayn rueplats“ bis zu Kurt Weills „Lost in the Stars“, von Schuberts „Leiermann“ bis zu Giovanna Marinis „Amara terra mia“, die ‚wilden‘ Reisfeldgesänge aus Bertoluccis „Novecento“ wechseln mit Brahms’ „Deutschen Volksliedern", „Guter Mond, Du gehst so stille“ der Comedian Harmonists mit dem „Klagelied der Frau eines Arbeitsemigranten“ aus dem ländlichen Kalabrien.

Eva Mattes singt mit dem unnachahmlichen Ausdruck einer großen Schauspielerin, bezwingend, virtuos, schnoddrig, melancholisch, mitreißend. Begleitet wird sie am Klavier von der Autorin des Abends, Irmgard Schleier, solistisch – und in klangschön expressiver Mehrstimmigkeit im Duo oder Terzett mit Johanna Mohr, die auch melodische Leitmotive an der Oboe übernimmt. Dazu Lyrisches und Episches aus Heinrich Heines „Buch der Lieder“ und aus Mascha Kalékos „Versen für Zeitgenossen“, Gedichte von Matthias Claudius, Else Lasker-Schüler, Jura Soyfer und Wolf Biermann – und einige der schönsten Texte vom zeitgenössischen Poeten Peter Rühmkorf.

Wiegenlied für Streicher

Am Samstag, 7. Dezember 2019, um 19.30 Uhr gibt das Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz ein Konzert unter dem Titel „Lullaby for Strings“. Unter Leitung von Chefdirigenten Garry Walker spielt die Philharmonie ein besonderes Programm für Streichorchester und wird damit erneut unter Beweis stellen, dass es zu Recht zu den führenden Klangkörpern des Landes zählt.

Den Beginn des Abends macht der ruhige und intensive „Cantus in memoriam Benjamin Britten“ des estnischen Komponisten Arvo Pärt, geschrieben zum Tode des großen englischen Komponisten. Der wiederum vollendete 1943 seine berühmte Serenade für Tenor, Horn und Streichorchester für seinen Lebensgefährten Peter Pears. In diesem Werk, das an diesem Abend der junge englische Tenor Oliver Johnston singen wird, behandelt Britten Themen des Todes und der Vergänglichkeit ebenso wie des Lebens und der Hoffnung auf eine höhere und gütige Macht.

Sehr innig und leicht erklingt das „Lullaby for Strings“. Dieses schrieb der junge George Gershwin, noch bevor er etwa mit seiner „Rhapsody in Blue“ die Konzertbühnen Amerikas eroberte, als kurze, aber gelungene und liebevolle Fingerübung in der Handhabung eines Streichorchesters.

Ebenfalls heiter, zuweilen auch intim in ihrem Charakter ist die berühmte Streicherserenade in E-Dur op. 22, die Antonín Dvořák im Jahr 1875 innerhalb von nur zwölf Tagen verfasste. Die Leitung des Abends liegt in den Händen des Garry Walker.

Nähere Informationen zum aktuellen Theaterprogramm gibt es unter www.kultur.io. Karten sind erhältlich unter www.ticket-regional.de und bei den bekannten Vorverkaufsstellen.

Logo