Das Ziel: Stromsperren vermeiden

Derzeit will der Sommer noch nicht so richtig starten. Der Winter war zwar nicht ganz so hart, wie in manchen vergangenen Jahren, dennoch spielen Licht und Wärme eine große Rolle fürs Wohlbefinden.

Das Ziel: Stromsperren vermeiden

Wer nach Hause kommt, freut sich auf ein warmes und wohliges Heim. Nicht auszudenken, wenn es dann plötzlich in der Wohnung dunkel wird und der Strom weg ist. Ein Szenario, das die OIE ihren Kunden, wo immer es möglich ist, nicht zumuten will. „Es liegt uns sehr am Herzen, dass es bei unseren Kunden, wenn es einmal Zahlungsschwierigkeiten gibt, nicht zu Stromsperren kommt. Aus diesem Grund arbeiten wir auch schon sehr lange mit der Kreisverwaltung Birkenfeld, dem Job-Center und den Sozialämtern erfolgreich zusammen. Nun gehen wir noch einen Schritt weiter“, sagt Manfred Klasen, Vertriebsleiter der OIE.

Denn grundsätzlich ist die OIE bemüht, Stromsperren zu vermeiden. Dabei geht der Energieversorger auch innovative Wege. Zum Beispiel im Landkreis Birkenfeld. „Wir haben mit dem dortigen Job-Center, den Sozialämtern und den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Das mit dem Ziel, drohende Sperrungen frühzeitig zu erkennen und den Betroffenen zu helfen, ihre Rechnungen vor Ablauf der letzten Frist zu begleichen“, erklärt Klasen. Die Erfahrungen würden zeigen, dass viele Verschuldete aus Angst Mahnungen nicht öffnen und hinterher von den Stromsperren überrascht werden. Das muss nicht sein! „In einem frühzeitigen Gespräch mit uns oder den anderen Beteiligten lassen sich in den allermeisten Fällen Lösungen finden“, so der Vertriebsleiter weiter.

Beim sogenannten „Birkenfelder Modell“ werden Job-Center und Sozialämter deshalb frühzeitig in das Mahnverfahren einbezogen. Es basiert auf einer freiwilligen Einwilligungserklärung des Empfängers von Sozialhilfe oder Hartz IV, die einen Datenaustausch zwischen der OIE und ihnen ermöglicht. „Dadurch wird uns unter Berücksichtigung des gesetzlichen Datenschutzes erlaubt, Job-Center oder Sozialämter 14 Tage vor einem drohenden Sperrtermin zu informieren“, erläutert Klasen den Ablauf. Dieses kann dem säumigen Kunden dann helfen, seine Außenstände zu bezahlen und die Stromsperre zu verhindern. Instrumente hierzu sind unter anderem Darlehen, Stundungsanträge, Abschlagszahlungen und Schuldnerberatung. Auch die kirchlichen Wohlfahrtsverbände wie Caritas und Diakonisches Werk können beratend zur Seite stehen

Beginnen soll die Zusammenarbeit im August 2019. Bis dahin werden alle Vorbereitungen getroffen. Nach einem halben Jahr wollen die Verantwortlichen dann erneut zusammen kommen, um die Prozesse zu betrachten, bei Bedarf anzupassen und Erfolge zu messen. Dirk Köbrich von der Kreisverwaltung Birkenfeld, hatte sich sehr für ein Konzept eingesetzt und freut sich auf die intensive Zusammenarbeit: „Gemeinsam können wir hier viel bewegen. Ich bin mir sicher, dass das ‚Birkenfelder Modell‘ erfolgreich sein wird.

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