SC Idar-Oberstein: In einer Zwangslage

Max Storr kommentiert die Situation beim SC Idar-Oberstein, der sich nach dem Abstieg in einer schwierigen Situation befindet. Im Zentrum des Geschehens: Trainer Uwe Hartenberger.

SC Idar-Oberstein: In einer Zwangslage

In der Verbandsliga wird der SC Idar-Oberstein in der kommenden Saison spielen. Das steht seit letztem Wochenende fest. Der Versuch, mit Trainer Uwe Hartenberger die Klasse zu halten, ist kläglich gescheitert. Jetzt muss der Verein die Situation um den Trainer neu bewerten. Denn unter dem Hauptverantwortlichen konnte der SC in diesem Jahr noch kein Spiel gewinnen. Was viel stärker wiegt, ist aber die Tatsache, dass der Verein seit Hartenbergers Ankunft zahlreiche Identifikationsfiguren verloren hat und in der kommenden Saison ein völlig neues Gesicht haben wird.

Durch den Umbruch, den Hartenberger im Verein eingeleitet hat, hat sich der SC Idar auch von seiner Person abhängig gemacht. Denn alle acht Neuzugänge, die der SC-Chef für den Sommer verpflichtet hat, haben bereits in Morbach unter Hartenberger Verantwortung in der Jugend gespielt. Sie wechseln den Verein, weil sie unter der Führung Hartenbergers gute Erfahrungen gemacht haben, aber einen Bezug zum SC Idar-Oberstein hat keiner von ihnen.

Wenn die Schmuckstädter jetzt die Reißleine ziehen und Hartenberger vor die Tür setzen, stünden plötzlich alle Neuzugänge mit heruntergelassener Hose da. Das heißt: Der SC wird die Arbeit mit Hartenberger fortsetzen und hoffen, dass er in die Erfolgsspur findet. Ob das tatsächlich passieren wird, bleibt abzuwarten. Dem Vernehmen nach haben auch einige Spieler, die ihr Verträge verlängert haben, nicht das beste Verhältnis zum Trainer. Für den Verein ist das ein wahres Dilemma. Er kann nur hoffen, dass Hartenberger die Kurve bekommt. Ansonsten steht es extrem düster um das einstige Aushängeschild der Region.

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