Grüner Kreisvorstand diskutiert das geplante Bikepark-Projekt augenscheinlich kontrovers

Jedoch ganz offensichtlich ergebnislos: Nachdem sich die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mehrheitlich zum Bikepark Idarkopf im FFH-Gebiet bekennt.

Grüner Kreisvorstand diskutiert das geplante Bikepark-Projekt augenscheinlich kontrovers

Nachdem sie eine Ortsbegehung mit Herrn Reuter als Projektentwickler und einem Stipshausener Gemeinderatsmitglied durchgeführt hat. Entgegen der Behauptung der Fraktionsvorsitzenden S. Alfs aus Baumholder, waren nicht alle Grünen des Kreisverbandes dazu eingeladen und hatten auch nicht Kenntnis von diesem Ortstermin.

Da die Mitglieder des Kreisverbandes bisher hierzu keinerlei zustimmende Beschlüsse gefasst haben, obliegt es selbstverständlich der Fraktion im Kreistag und dem Verbandsgemeinderat Birkenfeld, dann jedoch ohne Basisbeteiligung, dem urtypischsten Grünen Mitbestimmungsinstrument.

Kann man so machen, sollte man als Grüne aber nicht.

Genauso erstaunlich war die Zusammensetzung des Ortstermins, denn wenn ich ein objektives Meinungsbild erreichen möchte, sollte man doch zumindest die Naturschutzverbände dazu einladen und anhören. Zumal ja bereits ein Verband bekundet hat, das Projekt begründet zu beklagen, falls es überhaupt bis zur Genehmigungsreife bei den Behörden vorgelegt wird.

Denn da hat der Projektentwickler noch einiges zu liefern bis heute. Denn vorhabenbezogene Bebauungspläne werden auf Kosten der Investoren in Auftrag gegeben und nicht wie der Verbandsbürgermeister Uwe Weber das aus der Kasse des Kreises bezahlen will. Eigentlich ein ungeheuerlicher Vorschlag, aus Unkenntnis oder mit Willkür?

So bleibt von dem Ortstermin ein Geschmäckle für die Grünen-Mitglieder, denn es ist in etwa so, „als würde man einen Dealer befragen, wie man von der Spritze loskommt“. Denn wer von solch einem Ortstermin eine objektive Meinung erwartet, der glaubt wohl auch, dass Zitronenfalter die Zitronen falten.

Aber Spaß bei Seite, alleine die Idee, einen „Entwicklungs-Nationalpark der Buchen“ vor vier Jahren ins Leben zu rufen, und dessen Fläche dadurch schützen zu wollen, indem man ein FFH-Schutzgebiet von europäischen Rang aushöhlt und teilweise opfert, wirkt dann schon wie „Schilda“.

Das sollten sich die Grünen Ja-Sager, Nationalparkfreunde, Projektentwickler und Projektbefürworter mal bewusst machen. Zumal am Erbeskopf bereits ein funktionierender Bike Park zur Verfügung steht. Ein weiterer in unmittelbarer Nähe und mitten im FFH-Schutzgebiet, ist doch mehr als fraglich.

Fazit: Die Idee des Bikeparks ist nicht schlecht, nur der geplante Standort ist der falsche Deshalb neu denken, bevor es zu spät ist.

Thomas Petry (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN) lebt in Idar-Oberstein und arbeitet als Architekt, seit 2004 ist er Mitglied im Stadtrat von Idar-Oberstein.

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