Hass - wenn Meinungen nichts mehr zählen

Es beginnt meist mit einer Meinungsverschiedenheit und endet mit Drohungen, Beleidigungen und Hetze. Die Diskussionskultur, besonders im Internet wird immer rauher, intoleranter und hasserfüllter.

Hass - wenn Meinungen nichts mehr zählen

Vor einigen Wochen thematisierte ich in der Merkurist-Kolumne das akute Problem der Überpopulation des Schwarzwildes in unseren heimischen Wäldern.

Daraufhin kam ich mit vielen Menschen in die Diskussion, wir diskutierten über die Ursachen, die vermeintlich Schuldigen, mögliche Lösungswege und eventuelle Folgen. Der Kern einer jeden Demokratie ist der politische Diskurs, weshalb ich solche Diskussionen gerne führe und auch anrege.

Kurz nachdem ich meine Meinung und auch Lösungsvorschläge dazu veröffentlichte, begannen auch die persönlichen Angriffe, Drohungen und Beleidigungen. Man griff mich von Seiten der selbsternannten Tierschützer und Jagdgegner massiv an und ließ keine Diskussion zu, sondern wertete meine Meinung als falsch, die eignen als einzig richtige und betitelte mich (symbolisch für alle Jäger) als Mörder, Schießer, Unmensch oder gar empathieloses Arschloch.

Ähnliches wenige Tage später, als ich mich dazu bekannte, dass ich die Raketenangriffe der Palästinenser auf Israel verurteile. Plötzlich warf man mir Beleidigungen an den Kopf, die ich selten zuvor hörte. Man versuchte meine Meinung zu unterdrücken.

Diese Ereignisse sind Beispiele, für ein nationales oder sogar globales Problem — Hass im Internet und im "Diskurs".

Hinter der Tastatur und meist unter fiktiven Namen angemeldet, verlieren viele Menschen jede Form des Anstandes und der Empathie — ein Grund weshalb man teilweise bei sozialen Netzwerke im Internet schon fast von asozialen Netzwerken sprechen könnte.

Die Meinungsfreiheit ist eines der wichtigsten Güter unserer Demokratie, es ist wichtig, dass wir uns alle Tag für Tag dafür einsetzen und uns Unterdrückung, Hass, Antisemitismus und Rassismus entschieden entgegenstellen. Wer die demokratischen Grundwerte mit Füßen tritt darf nicht toleriert und unterstützt werden.

Frederik Grüneberg, Kreisvorsitzender Junge Union Kreis Birkenfeld

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