Die Jagd - gelebter Naturschutz

Meine heutige Kolumne widme ich einer meiner größten Passionen - der Jagd, die älteste und artgerechteste Form der tierischen Nahrungsbeschaffung und eine der wichtigsten und anspruchsvollsten Formen des Naturschutzes.

Die Jagd - gelebter Naturschutz

In unserer durch Wald und Landwirtschaft geprägten Heimat kennt man sie noch, die Offroad-Fahrzeuge mit Wildträger und einem Schild "Jagdbetrieb". Die meisten Menschen erwarten beim Blick auf den Fahrer eines solchen Autos einen Mann im gehobenen Alter mit Vollbart und kräftigem Bauch - doch die Zeiten in denen nur ältere Herren die Jagd ausübten sind längst vorbei.

Die Jagd ist jung und modern geworden. Immer mehr Menschen wollen wissen woher das Fleisch, das sie verzehren kommt, wie artgerecht die Tierhaltung im jeweiligen Mastbetrieb ist und welche Lieferwege es hinter sich hat - all diese Fragen wollen die meisten Verbraucher bei Fleisch aus dem Discounter garnicht beantwortet haben, da ihnen sonst schnell der Appetit vergeht. Wildbret aus heimischen Revieren, hat meist einen Lieferweg von unter 15 Kilometer hinter sich, ist qualitativ nicht zu übertreffen und vor Allem artgerecht. Unser heimisches Wild genießt ein Leben in Freiheit, äst (frisst) nur all das, was es in seinem natürlichen Lebensraum findet - BIO pur.

Häufig werde ich danach gefragt, ob die Jagd neben der Nahrungsbeschaffung noch einen weiteren Sinn habe. Ja, durch die Jagd reguliert der Mensch die Wildbestände unserer Natur und passt diese an die Gegebenheiten der jeweiligen Region an. Spätestens seitdem die Afrikanische Schweinepest in aller Munde ist, sollte klar sein, dass es ohne Jagd kaum eine Möglichkeit gibt die Wildbestände zu regulieren.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Sie stellen sich mit großer Sicherheit die Frage, weshalb ich heute über die Jagd berichte. Meiner Meinung wird in weiten Teilen unserer Gesellschaft zu einseitig über die Jagdausübung berichtet und immer noch angenommen, dass Jagd und Natur- /Tierschutz sich ausschließen. Es ist jedoch ganz anders, ohne Jagd kein Naturschutz und ohne Naturschutz keine Jagd.

Frederik Grüneberg ist Kreisvorsitzender der Jungen Union, Kandidat für den Stadtrat Idar-Oberstein und den Kreistag.

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