Der Ölprinz und „ein paar Schicke Dinger“ zum Jubiläum

Zum dreißigsten Mal zeigen die Akteure der Freilichtbühne Mörschied ab Samstag (22.6.) sechs Wochen lang bei den Karl-May-Festspielen ein Stück nach einer Geschichte des deutschen Autors.

Der Ölprinz und „ein paar Schicke Dinger“ zum Jubiläum

Ein besonderes Jubiläum, zu dem anlässlich schon die erste Karl-May-Messe Deutschlands stattfand. „Und auch für die Saison selbst haben wir uns ein paar schicke Dinger überlegt“, erklärt Alexander Klein, Leiter des Ausschusses für Marketing und Werbung. Zur Premiere am Samstag spielt eine Liveband und es wird eine besondere Vorstellung geben, zu der alle aktiven und ehemaligen Mitglieder der Freilichtbühne Mörschied eingeladen sind. „Wer auch immer mal mitgespielt hat, darf sich gerne melden“, fordert Klein alle Akteure aus 30 Jahren Karl-May-Festspielen auf, sich zu melden. Für den besonderen Abend sind eine 30-Jahr-Feier mit Liveband und eine Feuerwerks-Show geplant.

Zum Jubiläum hat man sich auch für einen Klassiker entschieden: der Ölprinz. Wie „der Schatz im Silbersee“ – der zum 25-jährigen Jubiläum aufgeführt würde - sei auch der Ölprinz ein populäres Stück, das für viele durch den gleichnamigen Film ein Begriff sei. „Es ist ein reizvolles Stück mit sehr viel Action, aber auch viel Humor“, skizziert Klein. Viele verschiedene Charaktere kämen in der „spannungsgeladenen“ Aufführung zum Einsatz.

Dass die Festspiele jedes Jahr aufs Neue in dieser Qualität auf die Bühne gebracht werden können, liegt vor allem an dem Engagement der allesamt ehrenamtlichen Mitgliedern der Freilichtbühne. 60 Akteure auf der Bühne und 20 – 30 Personen, die dahinter und in den Verkaufsständen aktiv sind, sorgen Jahr für Jahr aufs Neue dafür, dass Winnetou und Old Shutterhand die Zuschauer in Bann halten. „So über das ganze Jahr verteilt sind es in unseren verschiedenen Ausschüssen immer so 20 – 30 Menschen, die konstant immer Freilichtbühne haben“ schildert Klein das Engagement.

Und das wird gewürdigt: Die Zahl der Festspielbesucher steigt kontinuierlich, seit Jahren waren es nicht weniger als 10.000 Zuschauer. „Bei den letzten Festspielen waren es immer eher über 11.000“, zeigt sich Klein zufrieden. Bei 988 Plätzen pro Veranstaltung betrug die Auslastung immer über achtzig Prozent. „Dadurch, dass wir kein Geschäft sind, können wir unsere familienfairen Preise halten“, betont Klein den Anspruch der Freilichtbühne. „Jeder soll die Möglichkeit haben, zu uns zu kommen.“ Die Festspiele seien überregional bekannt und Besucher kämen häufig aus dem Kreuznacher und Mainzer Raum sowie aus dem Saarland angereist.

Lediglich in der näheren Umgebung sieht Klein noch Luft nach oben. In Nachbargemeinden würde man die Freilichtbühne teilweise nicht kennen. „Es wäre schön, wenn die ortsansässigen Gemeinden noch einmal vorbeischauen würden, denn vor allem die Bühne hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht“, hofft der Marketingchef. Das wäre dann ein besonderes Jubiläumsgeschenk.

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