„Generationenfrage“ - Warum die Bezirksliga an Attraktivität verliert

Lediglich drei Vereine tummeln sich noch in der Bezirksliga Nahe, während die A-Klasse vor Derbys, Knipsern und potenziellen Top-Favoriten strotzt. Warum ist das so?

„Generationenfrage“ - Warum die Bezirksliga an Attraktivität verliert

„Emotional und infrastrukturell ist die A-Klasse die attraktivste Klasse“, erklärt Merkurist-Experte Florian Meigen die Würze der Liga, die er in der großen Saisonvorschau als „noch spannender, noch dramatischer und noch enger“ als in der abgelaufenen Spielzeit einschätzt. Dennoch findet er es schade, dass die Bezirksliga, sportlich eine Klasse über der A-Klasse angesiedelt, deutlich an Wert eingebüßt hat. Mittlerweile hat sich das Verhältnis der Zusammensetzung deutlich zu Ungunsten der Birkenfelder verändert. „Keiner will in diese Klasse rein“, konstatiert Meigen. Mittlerweile werde ein Abstieg aus der Bezirksliga nicht mehr als das Allerschlimmste angesehen. Zu seiner aktiven Zeit wurde der Abstieg seines SV Niederwörresbach als Katastrophe eingeordnet, heute steige man eigentlich in die attraktivere Liga ab.

„Das ist vielleicht auch eine Generationenfrage“, mutmaßt der ehemalige Assistent von Sky-Kommentatoren-Legende Fritz von Thurn und Taxis. Die Spieler wollten vorrangig mit ihren Freunden eine gute Zeit verbringen, die sportliche Ambition komme erst im zweiten Schritt. „Die Qualität wäre auf jeden Fall da“, so Meigen, was sich auch daran ablesen lasse, wie viele gute Spieler sich mittlerweile in der A-Klasse tummelten. Deshalb findet er es „schade, dass das so eine Mentalitätsgeschichte geworden ist bei den jungen Fußballern.“ Um es umzukehren ist und es eventuell andere Herangehensweisen an das tolle Hobby Fußball gebe, werde man sehen.

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