Medizinstudierende für die Region begeistern

Welche Voraussetzung sollte die Region erfüllen, um für Medizin attraktiv zu sein? Dieser Frage widmete sich ein zwangloses Treffen mit Medizinstudierenden aus der Region vergangene Woche in Idar-Oberstein.

Medizinstudierende für die Region begeistern

In gemütlicher Runde wurde sich darüber ausgetauscht, was junge Mediziner von ihrem Arbeitsplatz und einer Region als Lebens-, Arbeits– und Wohnort erwarten. Zentral war hierbei unter anderem das Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sei es bei einer Anstellung oder einer selbstständigen Tätigkeit. Prof. Dr. Ulrike Zwergel vom Klinikum Idar-Oberstein und Dr. Karoline Hautmann-Strack, die Obfrau der Kreisärzteschaft, konnten dabei viele fachliche und persönliche Fragen der Studierenden „aus erster Hand“ beantworten. Erfreulich war, dass drei der vier Studierenden sich eine berufliche und private Zukunft in der Region vorstellen können – wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Dieser lockere Austausch hat einen ernsten Hintergrund. Das Durchschnittsalter unserer Allgemeinmediziner ist hoch und in den nächsten Jahren sind in der ganzen Region Stellen neu zu besetzen, sowohl in den Arztpraxen als auch in den Kliniken. Bei der Aktion der Kassenärztlichen Vereinigung „Ort sucht Arzt“ in Rheinland-Pfalz suchen aktuell 70 Dörfer einen Arzt. Zurzeit ist die ärztliche Versorgung im Nationalparklandkreis Birkenfeld zwar noch geregelt, aber es gilt jetzt schon die Weichen für die Zukunft zu stellen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Ansprache potentieller Mediziner und einen Kontakt, um die Vorteile der Region auch zeigen zu können. Auch diese Fragestellung wurde mit den Medizinstudierenden erörtert.

Gut vorgelegt hat hier die Nationalparkverbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen, die sich der Thematik schon im Jahr 2016 in einer Zukunftswerkstatt zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung gewidmet hat. Eines der Ergebnisse hieraus war die Außendarstellung zu verbessern und werblich an die Zielgruppe heranzutreten. Zur Umsetzung kam dann eine crossmediale Kampagne mit zwei Filmspots, die die Vorzüge der Region für einen Mediziner darstellen sowie eine eigens zugeschnittene Ziel-Webseite (landingpage), die alle relevanten Informationen komprimiert bereitstellt. Erste Schritte in die richtige Richtung sind also gemacht. Das gegenseitige Kennenlernen wurde seitens der Medizinstudierenden positiv bewertet und es bestand auch Interesse daran, in Zukunft weitere Möglichkeiten des Austausches zu schaffen.

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