VfR Baumholder will drittes Spiel „erzwingen“

Nur ein Sieg hilft dem VfR heute Abend beim Auswärtsspiel in Mainz, um die Chance auf den Aufstieg in die Verbandsliga zu wahren. Dort erwarten die Westricher wieder heiße Temperaturen.

VfR Baumholder will drittes Spiel „erzwingen“

„Wir glauben noch daran“, macht Sascha Schnell, Trainer des VfR Baumholder, vor dem zweiten Aufsstiegsspiel bei Basara Mainz deutlich. Nach der Niederlage auf heimischem Geläuf im Hinspiel wolle man „alles reinhauen, um ein drittes Spiel zu erzwingen“. Das soll jedoch wieder mit einer kontrollierten Offensive beginnen und nicht mit offenem Visier. „Grundsätzlich werden wir es so gestalten, dass wir nicht frühzeitig in Rückstand geraten“, gibt Schnell die Marschrichtung vor. Dann würde es gegen die defensiv gut organisierte Basara-Mannschaft nur doppelt schwer werden.

Zusätzlich erschwert würde dies durch die wie im Hinspiel brutal heißen Temperaturen, die den VfR trotz der späten Anstoßzeit um 19:30 Uhr in Mainz erwarten. „Von den Temperaturen her wird die Mannschaft in Vorteil sein, die in Führung geht“, erklärt Schnell, weshalb sein Verein unbedingt das erste Tor erzielen sollte. „Es wäre wichtig, damit wir nicht anrennen müssen und stattdessen Basara mehr investieren muss.“

Nach zwei Standard-Gegentoren durch Ryo Kato im Hinspiel habe er seiner Mannschaft zudem klargemacht, unnötige Fouls in Strafraumnähe zu verhindern. Das dem zweiten Freistoßtor vorangehende Foul im Hinspiel von Enrico Willrich sei beispielsweise „total überflüssig“ und „übermotiviert“ gewesen. „Es gilt das ganze so zu verteidigen, dass wir sie nicht zu Chancen kommen lassen“, fordert der VfR-Coach.

Die Saisonbewertung will man beim VfR aber nicht von den zwei Spielen gegen Mainz abhängig machen. „Wir haben eine riesige Runde und vor allem großartige Rückrunde gespielt“, macht Schnell deutlich. Seine Mannschaft habe alles investiert, um den Relegationsplatz zu erreichen und dieses Ziel habe man geschafft. „Wenn man so weit ist, will man es natürlich auch über die Zielgerade bringen“, betont Schnell dann aber abschließend noch einmal, dass der VfR heute Abend mit 110% an den Start gehen wird.

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ZWEITE BÄLLE FESTMACHEN

Beiden Mainzer Freistoßtoren im Hinspiel gingen verlorene zweite Bälle voraus, wodurch die Basara-Spieler mit Tempo auf die beiden großgewachsenen VfR-Verteidiger Schübelin und Willrich zulaufen konnten. Zudem zog der hünenhafte Basara-Stürmer immer wieder einen Innenverteidiger in ein direktes Duell aus der Kette heraus und schaffte somit Räume für seine nachrückenden Mitspieler. In diesen Duellen müssen die Sechser die Innenverteidiger unterstützen und den zweiten Ball anstatt in ein direktes Stürmer-Verteidiger-Duell in einen VfR-Gegenangriff ummünzen.

ABSTÄNDE VERKÜRZEN

Der VfR hatte vor allem in der Endphase sichtlich Probleme damit, das Spielfeld kompakt zu gestalten. Löcher im Mittelfeld erschwerten kurze Pässe in die vorderste Offensivreihe, oft waren Ungenauigkeiten im Passspiel und Ballverluste die Folge, weil sich keine darstellbare Option bot. Vor allem in der Anfangsphase hatte der VfR es geschafft, mit frühem, aber kontrolliertem Anlaufen und einer gut abgestimmten Achse Kompaktheit ins Spiel zu bringen. Lange Basara-Bälle waren die Folge, die meistens problemlos von der Viererkette oder Torhüter Schmitt abgefangen werden konnten.

DUELLE AUF DEN AUßEN GEWINNEN

Es war fast bezeichnend. Kaum schaffte es Kapitän Robin Sooß mal auf der Außenbahn Tempo aufzunehmen, ließ er zwei Gegenspieler stehen und zog einen Elfmeter für den VfR. Auf den Außen haben die Westricher zweifellos unfassbare Qualität, die im Hinspiel jedoch zu selten in Szene gesetzt wurde. Moritz Höh lief sich auf links viel zu oft fest und entschied kaum ein 1-gegen-1-Duell für sich. Das muss sich ändern, denn wenn dort Räume entstehen, hat man mit Patrick Clos im Zentrum einen Instinktstürmer, der Chancen in und um den Strafraum normalerweise verwandelt.

Wir übertragen die Partie heute live auf unserer Facebookseite ab 19:25 Uhr. Anpfiff ist um 19:30 Uhr.

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