Treten wir gegen den Hass im Netz an

Die Bundestagsabgeordnete Antje Lezius ruft in ihrem Pressestatement zum Widerspruch bei Hass und Hetze im Netz auf.

Treten wir gegen den Hass im Netz an

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke zeigte eine klare Haltung und bezahlte seinen Einsatz für die Willkommenskultur und eine offene Gesellschaft mit dem Leben. Der mutmaßliche Mörder kommt vermutlich aus der rechtsextremen Szene. Mich hat der Vorfall persönlich sehr getroffen und ich hoffe, dass der Täter bald zur Rechenschaft gezogen und verurteilt wird.

Ehrlich verstörend ist für mich auch, was sich in Folge des Mordes in Teilen der Sozialen Netzwerke an Hass und Häme abgespielt hat.

Einige Menschen betrachten die sozialen Netzwerke offenbar als eine Kampfzone, in der jedes Mittel erlaubt ist und die Regeln des gesellschaftlichen Miteinanders nicht gelten. Das Netz scheint für sie ein Ort, in dem man Herabwürdigung und Häme zügellos verbreiten und Hass und Verachtung als Gemeinschaftsgefühle zelebrieren kann.

Hier haben Verständnis und Toleranz ein Ende. Wir müssen auch im Internet deutlich Zivilcourage zeigen. Hass und Hetze dürfen wir im Netz genau so wenig dulden, wie im echten Leben. Wir nutzen alle das Internet und viele von uns sind in den sozialen Netzwerken aktiv.

Darum müssen wir alle gegen den Hass im Netz antreten - auch wenn er gegen Dritte geht. Ganz konkret heißt das: Lassen Sie Hassbotschaften im Netz nicht unwidersprochen stehen! Lassen wir den Hass nicht ungebremst wuchern. Wenn Sie einen Hasskommentar sehen, äußern sie sich und zeigen Sie Courage!

Antje Lezius, Mitglied des Deutschen Bundestags, CDU

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