Weltweit führender Döner-Konzern aus Frankfurt meldet sich insolvent

Umsätze vor allem im Auslandsgeschäft rückgängig

Weltweit führender Döner-Konzern aus Frankfurt meldet sich insolvent

Der Frankfurter Döner-Konzern Karmez hat sich insolvent gemeldet. Eigenen Aussagen nach war er in seiner Sparte einer der weltweiten Marktführer. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, ist der Frankfurter Betrieb nun aber zahlungsunfähig. Derzeit sucht der Insolvenzberater des Konzerns einen Investor.

Wegen der Insolvenz wurde allen Mitarbeitern der Karmez GmbH gekündigt. Damit müssen sich mehr als 100 Menschen nach einem neuen Job umsehen.

Denn anders als im Jahr 2005, als der Konzern noch einen Jahresumsatz von mehr als 25 Millionen Euro erwirtschaftet hatte, schreibt die GmbH heute rote Zahlen. Dies liegt, wie Insolvenz-Berater Stephan Laubereau gegenüber der FAZ sagt, unter anderem an neuen Produkten, die nicht gut bei den Kunden ankamen. So seien etwa der „Döner Hawaii“ oder der Drehspieß für Zuhause Verlustbringer gewesen. Auch der Plan, seine Döner am zukünftigen Berliner Flughafen zu verkaufen, sei wegen dessen Bauverzug nicht aufgegangen und habe dem Unternehmen wirtschaftlich geschadet. Doch vor allem hinge die Insolvenz auch mit dem Verlust von Marktanteilen zusammen. Vor allem im Auslandsgeschäft seien die Umsätze rückläufig.

Die Karmez GmbH wurde von Brüdern einer türkischen Gastfamilie vor rund 36 Jahren gegründet. Für das Startkapital verkauften sie ihren roten Mercedes. Sie betrieben erst einen Zerlegebetrieb gegenüber der Kleinmarkthalle, sattelten dann aber zum Döner Kebab um, weil sie Potenzial in dem neuen Fast-Food sahen. Und das zurecht. Alleine in Frankfurt sind in der Produktionsstätte im Riederwald während den Höchstjahren des Betriebs mehr als 50 Tonnen Fleisch verarbeitet worden. Laut Informationen der FAZ gibt es deutschlandweit rund 400 Dönerhersteller und 16.000 Imbissbuden. (nm)

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