Der Plan vom „Trump Tower“

Der milliardenschwere Unternehmer und zukünftige US-Präsident Donald Trump wollte sein Geld auch mal in Frankfurt investieren und einen „Trump Tower“ bauen. Doch was wurde aus den Plänen?

Der Plan vom „Trump Tower“

Um die Jahrtausendwende herum wollte der zukünftige amerikanische Präsident Donald Trump einen „Trump Tower“ in Frankfurt bauen. Wie der Berliner Tagesspiegel in seiner Online-Ausgabe am 11.11.2016 berichtete, plante Trump, zu der Zeit mehrere Wolkenkratzer in Deutschland zu errichten. Was wurde aus diesen Plänen? Wird es in Frankfurt bald einen Trump Tower geben?

Eine mündliche Zusage ohne konkretere Pläne

Laut Mark Gellert, Sprecher des Frankfurter Planungsdezernats, gab es vor rund 20 Jahren für den Bau eine mündliche Zusage von dem zukünftigen amerikanischen Präsidenten. Eine engere Planung sei allerdings nie entstanden, so Gellert. Trump hatte den „Millennium Tower“ im Blick. Der „Millennium Tower“ ist ein Bebauungsplan, den die Stadt am 8. Mai 2001 beschlossen hat. Demnach darf in der Nähe des Güterplatzes im Europaviertel gegenüber vom Skyline Plaza ein 365 Meter hohes Hochhaus entstehen. Die Bebauungsfläche beträgt dabei 215.000 Quadratmeter. Der Tagesspiegel berichtete, dass Trump in seinen Tower in Frankfurt über eine Milliarde Dollar investieren wollte. Der Wolkenkratzer habe 2006 oder 2007 stehen sollen.

Trump wollte am Main bauen

Informationen des Tagesspiegels zufolge wollte Trump seinen Tower - der der höchste Turm in Europa werden sollte - aber unbedingt am Main bauen und nicht im Europaviertel. Die Stadt habe aber am Europaviertel als Standort festgehalten. Damit sei für Trump das Bauvorhaben in Frankfurt erledigt gewesen. Von Deutschland als Baustandort habe Trump dennoch nicht abweichen wollen, so der Tagesspiegel weiter. Mit seiner gemeinsam mit der Hamburger Klinik-Kette „Marseille-Kliniken“ gegründeten „TD Trump Deutschland AG“ habe er versucht, seinen Wolkenkratzer in Stuttgart und Berlin zu bauen. Auch an diesen Standorten habe der Bau nicht gelingen wollen, schreibt der Tagesspiegel.

Keine Investoren für sehr hohe Wolkenkratzer

Für das Projekt „Millennium Tower“ habe sich bis jetzt noch kein Investor gefunden, sagt Gellert. Laut dem Sprecher des Planungsdezernats sind das die Nachwehen vom 11. September.

„Den einstigen Wettlauf darüber, wer das höchste Hochhaus baut, gibt es nicht mehr.“ - Mark Gellert

„Nach dem 11. September gibt es keine Nachfrage mehr nach so hohen Hochhäusern“, so Gellert. „Den einstigen Wettlauf darüber, wer das höchste Hochhaus baut, gibt es nicht mehr.“ Dennoch hat die Stadt nicht vor, den Bebauungsplan zu ändern. Die Begründung: Mit dem Brexit könnten Unternehmen nach Frankfurt kommen, die eine Fläche für Büroräume brauchen. „Wenn jemand fragt: ,Habt ihr überhaupt noch Fläche für weitere Unternehmen', dann können wir sagen: ,Hier ist noch Bürofläche frei. Hier kann ein Hochhaus hingebaut werden'“, sagt Gellert. Ob sich ein Investor finden wird, bleibt abzuwarten. Eines ist allerdings klar: Einen Trump Tower wird es in Frankfurt in naher Zukunft nicht geben.

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