5 unnütze Fakten über Apfelwein

Am 3. Juni ist Welt-Apfelwein-Tag! Grund genug, sich das Frankfurter Nationalgetränk nochmal genauer anzuschauen. Fünf Dinge, die Ihr noch nicht über das goldene Getränk wusstet.

5 unnütze Fakten über Apfelwein

Er kommt im Bembel, wird ins Gerippte gekippt und sollte nie, wirklich nie mit Limo gemischt werden. Die Rede ist vom Apfelwein oder Ebbelwoi, dem Frankfurter Nationalgetränk, dem in der Stadt sogar eine eigene Straßenbahn gewidmet ist. Am 3. Juni wird das Getränk noch mehr gefeiert als sonst, dann ist nämlich Welt-Apfelwein-Tag. Doch es gibt Dinge, die nicht jeder über den goldenen Wein weiß.

Wusstest Du schon, dass…

… es in Bornheim mal einen Monster-Bembel gab?

Im Jahr 1908 gab es in einer Gaststätte in Bornheim einen wirklich großen Bembel: Zwischen 900 und 1000 Litern Apfelwein sollen hineingepasst haben. Der Riesenbembel war allerdings nicht aus Steingut, sondern nur ein Nachbau aus Beton. Ins Guinness-Buch der Rekorde hat es ein anderer Riesenbembel geschafft. Dieser größte Bembel der Welt kommt aber gar nicht aus Frankfurt, sondern aus dem Westerwald: Er wurde 2012 hergestellt und fasst 670 Liter.

… es ein Sachsenhäuser Apfelwein-Kunstwerk gibt?

Schon im 19. Jahrhundert war Sachsenhausen Ausgehmeile und Apfelwein-Hotspot der Stadt. Das wusste auch der Frankfurter Künstler Johann Heinrich Hasselhorst, der das Treiben in einer Sachsenhäuser Apfelwein-Kneipe 1865 als Kunstwerk festhielt. Im Bild rücken mehrere randvolle Gerippte und ein ordentlich großer Bembel den Apfelwein in den Fokus.

… der Begriff „Apfelwein“ mal verboten werden sollte?

Das Jahr 2007 war ein dunkles Jahr für Apfelwein-Liebhaber, zumindest zeitweise. Denn: Die EU-Kommission wollte den Begriff „Apfelwein“ verbieten. Wein sei ein Erzeugnis aus vergorenen Trauben. Äpfel passten der Kommission zufolge so gar nicht dazu. Für den damaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch war der Vorstoß der Kommission eine „Missachtung deutscher und hessischer Tradition“, Minister Volker Hoff versprach, er werde „wie ein Hessenlöwe“ gegen das Verbot kämpfen. Letztendlich hatte die Geschichte ein Happy End: Die EU-Kommission rückte von ihren Plänen ab.

… der Westhafen-Tower gar kein richtiges Geripptes ist?

Er ist groß, rund und sieht - zumindest aus der Ferne - aus wie ein überdimensioniertes Geripptes. Die Rede ist vom Westhafen-Tower, dem 112 Meter hohen Büroturm am Westhafen. Die Optik hat dem Hochhaus auch seinen Spitznamen „Geripptes“ eingebracht - der eigentlich nicht ganz korrekt ist. Der Turm ist mit 3556 dreieckigen Glasscheiben verkleidet, ein Geripptes hat ein Rautenmuster.

… dass Heinz Schenk im „Blauen Bock“ gar keinen Apfelwein trank?

125.000 Liter Apfelwein wurden in den 21 Jahren, in denen die Unterhaltungs-Show „Zum Blauen Bock“ im Hessischen Rundfunk lief, ausgeschenkt. Auch der mittlerweile verstorbene Fernseh-Wirt und Entertainer Heinz Schenk, das Gesicht der Show, hatte dabei regelmäßig Bembel und Geripptes in der Hand. Drin war aber gar kein Apfelwein, sondern Apfelschorle. Die trank Schenk während der Sendung immer, um einen klaren Kopf zu bewahren. Seinem Ruf als beliebter „Ebbelwoi-Babbler“ hat das sicher keinen Abbruch getan. (nm)

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