So emotional verabschiedet sich Luka Jovic von Eintracht Frankfurt

Von Eintracht Frankfurt zu Real Madrid: Stürmer Luka Jovic steht künftig in Spanien auf dem Platz. In einem Beitrag für ein Sportler-Magazin hat Jovic nun emotionale Worte für seine Zeit in Frankfurt gefunden - die ihn offenbar sehr geprägt hat.

So emotional verabschiedet sich Luka Jovic von Eintracht Frankfurt

Vom kleinen Jungen, der in einem serbischen Dorf von der großen Fußball-Karriere geträumt hat, hin zum neuen Stürmer beim Weltklasse-Club Real Madrid: Luka Jovics Weg in der Welt des Fußballs geht steil bergauf. Doch gerade die vergangenen zwei Jahre bei Eintracht Frankfurt scheinen in geprägt zu haben. In einem Beitrag für das Sportler-Magazin „The Player’s Tribune“ erzählt Jovic seine Lebensgeschichte bis zum heutigen Tag - und zeigt, wie viel ihm die Zeit in Frankfurt bedeutet hat.

„Manchmal glaube ich, ich bin damit geboren“, beginnt Jovic seinen auf englisch verfassten Text. „Jeder hat gewisse Talente, und ich denke, meines ist es, Tore zu schießen.“ Jovic erzählt von seiner Jugend in Serbien, von der schweren Krankheit seiner Schwester und seinem großen Traum, für Roter Stern Belgrad auf dem Platz zu stehen. Mit acht Jahren wurde er von den Scouts des Teams entdeckt. „Bei Roter Stern geht es immer ums Gewinnen“, schreibt Jovic. „Wenn Du nicht gewinnst, hast Du versagt.“ Für ihn sei der Verein immer mehr als nur ein Fußball-Club gewesen.

„Zum Glück änderte sich alles, als ich zu Eintracht Frankfurt wechseln konnte.“ - Luka Jovic

Trotz seiner Liebe zu Roter Stern wechselte er mit 18 Jahren zu Benfica nach Lissabon - um seine Karriere voranzutreiben. Doch er war eigentlich noch nicht dafür bereit, so Jovic. „In meiner Anfangszeit in Lissabon dachte ich oft an zuhause und fing einfach an zu weinen“, schreibt er. Eine schwere Phase in seiner Karriere, denn er habe sich sehr einsam gefühlt. „Aber zum Glück änderte sich alles, als ich zu Eintracht Frankfurt wechseln konnte.“

Als Fußballspielen wieder Spaß machte

„Die Eintracht ist kein Verein, in dem es um Geld oder teure Spieler geht.“ - Luka Jovic

Von 2017 bis 2019 stand Luka Jovic für die Eintracht auf dem Platz, zunächst als Leihspieler von Benfica. Kurz vor seinem Wechsel zu Real zum Saisonende 2019 machte die Eintracht von der Kaufoption Gebrauch und verpflichtete den Stürmer. „Ich werde die Eintracht immer lieben und schätzen, denn sie ist kein Verein, in dem es um Geld oder teure Spieler geht“, schreibt Jovic in seinem Beitrag. „Stattdessen geht es um Chemie und ein unglaubliches Zusammengehörigkeitsgefühl mit den Fans.“ Mit seinem Wechsel zur Eintracht habe er wieder angefangen, gerne Fußball zu spielen.

Besondere Erinnerungen hat Jovic an den DFB-Pokalsieg 2018 gegen den FC Bayern. „Die Atmosphäre im Stadion und in der Stadt war elektrisch“, schreibt Jovic. Er habe in Frankfurt Freunde fürs Leben gefunden.

Tränen für die Fans

„Es war, als wir vom Platz liefen und die Eintracht-Fans in der ersten Reihe mit Tränen in den Augen sangen.“ - Luka Jovic

Eine Sache aber gebe es, die er noch immer bereut. Er meint die Niederlage gegen den FC Chelsea im Europa-League-Halbfinale. Es sei eines der einzigen Male in seiner Karriere gewesen, in der er aus Traurigkeit geweint habe. Passiert sei das nicht direkt nach dem verhängnisvollen Elfmeterschießen. „Es war, als wir vom Platz liefen und die Eintracht-Fans in der ersten Reihe mit Tränen in den Augen sangen - obwohl wir verloren haben“, schreibt Jovic. In der Welt des Fußballs sei das selten. „Frankfurt zu verlassen macht mich traurig, weil dieser Verein meine Karriere verändert hat.“

Zwar blickt Jovic positiv in seine Zukunft und ist gespannt darauf, was die kommenden Jahre bringen, das Ende seines Beitrags widmet er dennoch der Eintracht und bedankt sich bei Verein und Fans - „dafür, dass ich mich die vergangenen zwei Jahre zuhause fühlen durfte“. Sein letztes Wort ist dann das einzige deutsche Wort in Jovics Artikel. Er richtet es an Eintracht Frankfurt: „Danke.“ (pk)

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