„Mr. Gay Germany“ kommt aus Frankfurt

Der Frankfurter Benjamin Näßler hat die Wahl zum „Mr. Gay Germany“ gewonnen. Wie sein Gefühl nach der Wahl war und wie seine Pläne für die Zukunft aussehen, das hat er Merkurist verraten.

„Mr. Gay Germany“ kommt aus Frankfurt

Benjamin Näßler aus Frankfurt ist der neue „Mr. Gay Germany“. Der 30-Jährige konnte den Contest in Köln für sich entscheiden. Wie es ihm nach seinem Sieg geht und was er jetzt vor hat, darüber hat Merkurist mit ihm gesprochen.

„Eine reine Gefühlsexplosion“

Ein paar Tage nach seinem Sieg kann der 30-Jährige diesen erstmal in Ruhe genießen. Wirklich realisiert habe er es aber noch nicht. „Das Gefühl ist unglaublich. Es ist eine Mischung aus Freude und Erleichterung über das, was ich erreicht habe, aber auch Vorfreude und Aufregung über das, was da noch alles kommen wird.“

Der Moment, in dem sein Sieg verkündet wurde, wird ihm auch lange in Erinnerung bleiben. „Es war der Wahnsinn. Eine reine Gefühlsexplosion, vor allem, weil meine Mama in der ersten Reihe im Publikum stand und ich meine Familie und Freunde gesehen habe.“ Mit dem Lächel hätte er gar nicht mehr aufhören können. „Kurz danach kamen alle auf einen zu und wollten Fotos machen“, sagt der 30-Jährige.

Zukunftspläne

Nach dem Sieg hat er Pläne: Für eine seiner Leidenschaften, den Fußball, möchte er sich jetzt besonders einsetzen. Weil er weiß, wie viele dumme Sprüche über Schwule gemacht werden, möchte er sich besonders für homosexuelle Fußballer und Fans einsetzen. „Ich kenne das leider aus persönlicher Erfahrung. Es hat mich schockiert, dass es immer noch dieses Klischeedenken gibt.“ Der 30-Jährige hat früher selbst Fußball gespielt. Und er weiß: Dumme Sprüche über Schwule machen es gerade Jüngeren schwer, sich zu outen.

„Nach den Feiertagen werde ich wieder weiter mit Vollgas an meiner Kampagne #Doppelpass weiterarbeiten. Hier bin ich schon im guten Austausch mit einigen Landesverbänden und einem Profiverein“, sagt der 30-Jährige. Dennoch gäbe es noch einiges zu tun, bis Homosexualität im Fußball kein Tabuthema mehr ist.

Doch bei dem Titel „Mr. Gay Germany“ soll es nicht bleiben: Als nächstes kommen die Wahlen zum „Mr. Gay World“ und „Mr. Gay Europe“. Danach stehen die „EuroGames“ in Düsseldorf an. „Die EuroGames sind ein jährlich stattfindendes Sportevent für Sportler in Europa, unabhängig ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. Ich versuche natürlich auf so vielen wie möglich zu sein“, erklärt Benjamin. (df)

Logo