Entsteht am Flughafen bald die „modernste Halle der Welt“?

Schon seit einigen Jahren ist der Bau einer neuen Multifunktionsarena für Frankfurt im Gespräch. Jetzt macht ein Investor einen überraschenden Vorschlag.

Entsteht am Flughafen bald die „modernste Halle der Welt“?

Die Diskussion währt schon einige Zeit: Frankfurt braucht eine neue Veranstaltungshalle. Eigentlich ist dafür ein Areal am Kaiserlei vorgesehen. Der Platz ist da, die Verkehrsanbindung gut und auch die Nachbarschaft zu Offenbach könnte vom Bau profitieren.

Jetzt aber hat ein Investor einen vollkommen anderen Vorschlag vorgestellt: eine Arena inklusive Hotel am Flughafen. Der Name des Projekts: TheDome. „Das Konzept ist schon so weit, dass es den Bauämtern vorgelegt werden könnte“, erklärt Bernhard Schmittenbrecher, der für die Kommunikation rund um das Projekt zuständig ist. Nach Angaben von Schmittenbrecher spricht viel für den Standort: Nicht nur würden die A3 und die B43 direkt an der Arena vorbeiführen. Auch könnte man so Besucher aus der Stadt raushalten. Für Künstler wäre die Anbindung an Frachtterminal und Passagierbereich des Flughafens ein großer Vorteil.

Die Kosten der Halle würden sich auf rund 300 Millionen Euro belaufen. Diese könnten von der kanadischen Katz Group kommen. Deren Gründer gehört bereits das Eishockeyteam Edmonton Oilers. Außerdem hat er bereits die Halle Rogers Place in Edmonton finanziert, welche der Arena in Frankfurt als Vorbild dienen könnte.

Erste Gespräche mit Flughafen

Die Abstimmung mit der Fraport sei bereits angelaufen. Noch befinde man sich in einer sehr frühen Phase, betonte eine Fraport-Unternehmenssprecherin. „Es wird erstmal geprüft, ob das Projekt theoretisch möglich wäre.“ Mehr könne sie bisher nicht sagen.

Schmittenbrecher nennt dagegen Konkreteres. Geplant sei eine Halle, die sich für Eishockey- und Basketballspiele sowie Konzerte eignet. Sie soll Platz für 22.000 Menschen bieten. „Architektonisch und technisch wird TheDome dem Publikum als dann modernste Halle der Welt ein ebenso spannendes wie unvergessliches Erlebnis bieten“, heißt es in Werbematerial zu den Plänen. Und auch Schmittenbrecher betont, dass die Halle zu den weltweit modernsten gehören würde.

Konkurrenz für bestehende Pläne?

Zu den bereits bestehenden Plänen für die Arena am Kaislerei möchte sich Schmittenbrecher nicht direkt äußern. Nur so viel: „Hier steht ein Projekt vollkommen fertig konzipiert inklusiver einer privaten Finanzierung. Da wird die Politik entscheiden müssen.“

Diese geht auf Distanz zu den Plänen. Andrea Brandl, Referentin des zuständigen Dezernenten Markus Frank (CDU), bezeichnete die Idee, am Flughafen zu bauen, gegenüber der Hessenschau als „illusorisch“. Die Stadt wolle an den bisherigen Plänen festhalten und die langwierigen Verhandlungen (wir berichteten) nicht aufs Spiel setzen. (ab)

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