Seltener Nachwuchs im Frankfurter Zoo

Nach 15 Jahren neues Bongo-Kalb geboren

Seltener Nachwuchs im Frankfurter Zoo

Seit Montagmorgen ist der Frankfurter Zoo um einen Bewohner reicher: Nach 15 Jahren wurde dort das zum ersten Mal wieder ein Bongo-Kalb geboren. Eine große Neuigkeit, wie der Zoo mitteilt - denn die Antilopen-Art ist vom Aussterben bedroht.

Mutter des noch namenlosen Mädchens ist die fünfjährige Kawana, die seit Juni 2016 im Frankfurter Zoo lebt. „Das kleine Weibchen ist fit und gesund und wird von seiner Mutter gut versorgt“, so der Zoo. Obwohl es die erste Geburt des Tieres war, sei alles reibungslos und ruhig verlaufen.

Den Stall verlässt das Kalb aktuell noch nicht - auch wegen der hohen Temperaturen. „Das kleine Bongo-Mädchen liegt gemütlich im Stroh – ein für Bongos normales Verhalten“, teilt der Zoo mit. „Die Jungtiere dieser Tierart sind Ablieger, sie schützen sich durch Abliegen und Verstecken vor Fressfeinden.“ Einen Blick auf den Nachwuchs konnten Besucher bisher also noch nicht erhaschen.

Insgesamt erblickten in Frankfurt im Lauf der Zeit 22 Bongos das Licht der Welt. „In unserem Zoo kam 1973 das erste in Europa gezeugte Bongo-Kalb zur Welt“, so Kulturdezernentin Ina Hartwig. „Dass der Zoo auch in den Jahren danach weiter zur Erhaltung dieser charismatischen aber doch so selten gewordenen Art beiträgt, freut mich ganz besonders.“

Ursprünglich stammen die scheuen Bongos aus Ostafrika, bewohnen einige Regionen in Kenias Bergregenwäldern. Doch die Art ist bedroht: Laut der Weltnaturschutzunion IUCN stehen die Tiere auf der Roten Liste, sind vom Aussterben bedroht. Nur noch rund 100 freilebende Bongos soll es auf der Welt geben. Jagd, illegal gerodete Wälder und Krankheiten sind nur einige Gründe, aus denen die Art bedroht ist. Wie der Zoo mitteilt, leben aktuell rund 400 Bongos weltweit in Zoos. Wiederansiedlungsversuche haben noch keinen Erfolg gezeigt. (df)

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