In diesen Frankfurter Läden könnt Ihr unverpackt einkaufen

Ob Kaffeebecher oder Gemüseverpackungen: Jeden Tag generieren wir Unmengen von Müll und belasten die Umwelt. Aber es geht auch anders. Wir zeigen Euch, wo Ihr in Frankfurt verpackungsfrei einkaufen könnt.

In diesen Frankfurter Läden könnt Ihr unverpackt einkaufen

Wer die Umwelt schonen will, hat es heutzutage nicht leicht beim Einkauf: Fast alles ist in Plastik verpackt. Doch während sich Nachhaltigkeit zum Trend entwickelt und selbst ein Plastikverbot bereits zum Thema wurde, verbreitet sich auch die Idee der Unverpackt-Läden immer weiter. Kunden füllen sich dort die Lebensmittel entweder selbst in einen ladeneigenen Mehrwegbehälter ab oder lassen ihre mitgebrachten Behälter auffüllen.

Grammgenau naturbewusst

Gramm.genau ist der erste offizielle Unverpackt-Laden in Frankfurt. Dort gibt es seit einigen Wochen regionale und faire Lebensmittel, von denen lose Lebensmittel entweder in die ladeneigenen Pfandgläser oder in die von den Kunden mitgebrachten Behälter gefüllt werden. Der Preis berechnet sich dann „grammgenau“ nach dem Gewicht. Neben Lebensmitteln bietet gramm.genau außerdem unverpackte Kosmetik- und Haushaltsprodukte an.

Zudem gibt es auch ein kleines Café im Laden, in dem Gäste frühstücken, Mittagspause machen, Kaffee trinken und Kuchen essen können. Auch Veganer werden hier fündig. Unter der Devise „Zero-Waste“ verwendet das Ladencafé ausschließlich wiederverwendbare Behälter und Unverpacktes.

„Wir wurden total überrannt und waren schon nach kurzer Zeit ausverkauft.“ - Jenny Fuhrmann, gramm.genau

Geschäftsführerin Jenny Fuhrmann ist mit der bisherigen Resonanz zufrieden: „Unser Konzept kommt richtig gut an“, sagt sie. „Wir wurden total überrannt und waren schon nach kurzer Zeit ausverkauft.“ Ihr Ziel: dass Frankfurter sich bewusster ernähren und weniger Müll produzieren. „Außerdem wollen wir ein Vorbild für andere Händler sein, denn das Konzept ‘unverpackt’ ist wirklich nicht schwer“, sagt Fuhrmann. Auch hoffe sie, dass in der Politik bald feste Regelungen, wie das Plastiktütenverbot, beschlossen werden.

Das ursprüngliche Pilotprojekt des Ladens ist heute ein kleiner Shop mit Abfüllbar in der Bergerstraße. Das Produktangebot gleicht dem in der Adalbertstraße - nur kleiner. Zukünftig soll der Shop in seinem Sortiment ergänzt werden und dient auch als Abholstelle für Onlinebestellungen. Übrigens: Wer möchte, kann sich die Produkte auch nachhaltig per Lastenrad liefern lassen. Alle Abholstellen und Liefergebiete findet Ihr hier.

Ökologisch abfüllen im Frankfurter Fass

Im Frankfurter Fass in der Töngesgasse können Kunden sich Essig, Öl, Spirituosen, Liköre und Wein in eigene Flaschen oder die des Ladens abfüllen lassen. Wichtig: Wer eigene Flaschen zum Auffüllen mitbringt, kann diese nur zum Auffüllen nutzen, wenn sie ordentlich sauber, trocken und vor allem geeicht sind - also mit dem Füllvolumen versehen sind. Doch auch im Laden gibt es geeichte Transportflaschen und sogenannte „Schmuckflaschen“ zu kaufen.

„Es kamen schon Kunden, die unsere Flaschen bereits seit 20 Jahren benutzen.“ - Carina Jakoby, Frankfurter Fass

Seit 20 Jahren gibt es den Laden schon. Heute wird er in zweiter Generation von Carina Jakoby und ihrer Lebensgefährtin geführt. „Es kamen schon Kunden, die unsere Flaschen seit 20 Jahren benutzen“, freut sie sich. Außerdem falle ihr auf, dass die Kundenzahlen steigen - vor allem das jüngere Publikum kaufe immer öfter im Laden ein. „Nachhaltigkeit kommt heute mehr zur Sprache, da die Leute für das Thema sensibilisierter sind und sich bewusster ernähren.“

Neben Öl, Essig, Wein und Spirituosen finden sich im Frankfurter Fass auch diverse Feinkostwaren, sowie Frankfurter Spezialitäten und Eigenproduktionen wie den „Grie Soos Vodka“, den "Grie Soos Sämmpf" und in Apfelweinbrand eingelegte Mispeln. Die Produkte könnt Ihr auf der Website von Frankfurter Fass auch zu Euch nach Hause bestellen.

Obst und Gemüse vom Markt

Solange Ihr Eure Jute-Beutel beim Einkauf dabei habt, gibt es auch auf Frankfurter Märkten die Möglichkeit, Produkte wie Obst und Gemüse unverpackt einzukaufen.

„Wir sind der Gelegenheit gegenüber generell offen.“ - Michael Lorenz, HfM

Dazu bieten sich zum Beispiel die Wochenmärkte in verschiedenen Frankfurter Stadtteilen oder auch die Kleinmarkthalle mit ihren Obst- und Gemüseständen an. Ein offizieller Unverpackt-Laden war dort bereits im Gespräch, konnte aber bisher noch nicht realisiert werden. „Wir stehen der Gelegenheit jedoch generell offen gegenüber“, sagt HfM-Ansprechpartner für Märkte, Michael Lorenz. Es sei ein interessantes Konzept und passe gut in den Zeitgeist von heute. (ab)

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