Tunnelbohrer wird auf Einsatz vorbereitet

Am Freitag wurde das „Schneidrad“ für die Tunnelbohrmaschine eingehoben. Bis zum Abschluss der Arbeiten wird es allerdings noch einige Zeit dauern.

Tunnelbohrer wird auf Einsatz vorbereitet

Am Freitag wurde das Schneidrad für die Tunnelbohrmaschine im Europaviertel eingehoben. Die Arbeiten am U-Bahn-Tunnel sollen im Spätsommer beginnen.

Rund 72 Tonnen wiegt das sogenannte Schneidrad, welches sich bald durch den Boden unter dem Europaviertel fressen soll. Das Rad mit einem Durchmesser von 7,1 Metern wurde extra für den Frankfurter Boden angepasst. Mit etwa 100 Schälmesser und 29 Schneidrollen soll die Maschine Platz schaffen für die Verlängerung der U5.

„Ein Meilenstein im Projekt ist erreicht.“ - Michael Rüffer, VGF-Geschäftsfürer

„Ein Meilenstein im Projekt ist erreicht“, sagte der Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) Michael Rüffer. VGF-Arbeitsdirektor Thomas Wissgott lobte die Arbeit der Beteiligten. Es stecke viel Arbeit in solchen Projekten und die Spezialisten machten „einen tollen Job“, so Wissgott.

Die Maschine, welche das Schneidrad antreibt, ist bereits in der Startbaugrube am Güterplatz versenkt worden. Mit 1305 PS wird der Bohrer auf einer Strecke von etwa 850 Meter durch das Erdreich getrieben. Die U-Bahn soll mit zwei Röhren und drei oberirdischen sowie vier unterirdischen Stationen an das Netz angeschlossen werden.

Arbeiten beginnen im Spätsommer

Der genaue Starttermin für die Bohrung steht noch nicht fest. Neben dem Schneidrad müssen noch weitere Komponenten für die Maschine zusammengefügt werden, bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann. Die Fertigstellung der U-Bahn ist derzeit für 2024 geplant. Die Kosten für den Bau sollen bei rund 373,5 Millionen Euro liegen.

Mit dem Bau der U5 soll das Europaviertel insgesamt besser erschlossen werden. Schon 2006 wurden die ersten Gebäude eröffnet. Seither ist das Viertel nur per Bus an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. (nl)

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