Falschparker sind „keine erste Sahne“

Ungewöhnliche Aktion für mehr Respekt im Verkehr

Falschparker sind „keine erste Sahne“

Im Gallusviertel ist am Montagmorgen die Aktionswoche gegen Falschparken gestartet. Die Aktion wurde vom Verkehrsclubs Deutschlands (VCD) initiiert.

Mit Gelben Karten und traurigen Sprühsahne-Smileys wollen die Verkehrsverbände auf die Gefahren aufmerksam machen, die von Parksündern ausgehen. Für Fußgänger und Radfahrer werden die Wege durch Lieferwagen in zweiter Reihe oder zugeparkte Straßenkreuzungen zum riskanten Spießrutenlauf, heißt es auf der Website des VCD. Dabei seien auch die niedrigen Bußgelder fürs Falschparken ein Problem, da Parksünder nicht hart genug bestraft würden.

Bis zum 7. Juni soll die Aktion des VCD andauern, an der alle teilnehmen können. Denn das sei der ganze Sinn hinter dieser Aktion: „Die Menschen sollen selbst aktiv werden und mitmachen. Damit soll auch eine allgemeine Sensibilität für diese Thematik geschaffen werden“, erklärt Heiko Nickel vom Verkehrsclub VCD. Frankfurter können beispielsweise falsch geparkte Autos mit Luftballons, Sprühsahne oder anderen unschädlichen Mitteln kennzeichnen.

Doch die Aktion trifft auch auf Kritik. Es handle sich dabei um Sachbeschädigung, so die Kritiker. Die Schlagsahne könnte in Kombination mit der Sonneneinstrahlung den Lack des Autos beschädigen. Lackierer aus Wiesbaden sind sich unsicher, ob dies stimmt. Fest stehe allerdings, dass Hand- und Sonnencreme schädlich für den Lack sind.

Derweil will der VCD, dass ganz Hessen aktiv wird. Aktionen sind neben Frankfurt auch in Gießen, Darmstadt und Wiesbaden geplant. Auch in Fulda sollen Falschparker mit Sprühsahne und Gelben Karten abgestraft werden. (lo)

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