Werden die E-Roller in Frankfurt im Winter gesperrt?

Ist die Straße glatt, wird es gefährlich, das weiß jeder. Für die E-Roller ist es die erste Saison in Frankfurt, das Fahrverhalten auf glatter Straße noch unbekannt. Der TÜV-Verband fordert daher, die Anbieter sollten die Roller im Winter sperren.

Werden die E-Roller in Frankfurt im Winter gesperrt?

So richtig kalt ist es in Frankfurt derzeit zwar noch nicht, aber der Winter kommt bestimmt. Und wenn es so weit ist, sollten Autofahrer ihre Winterreifen aufgezogen haben und Radfahrer vorsichtig um die Ecke biegen. Mit dem neuen Verkehrsmittel E-Tretroller halten sich die Erfahrungen in der kalten und mitunter nassen und glatten Jahreszeit allerdings in Grenzen. Genau deshalb sieht der TÜV-Verband die Sharing-Anbieter in der Pflicht.

„Bei starker Glätte sollten Vermieter ihre E-Scooter umgehend sperren, um Unfälle zu vermeiden“, sagte der Mobilitäts-Experte des TÜV-Verbandes, Frank Schneider, gegenüber der Deutschen Presse Agentur (DPA). Großen Aufwand für die Vermieter befürchtet er nicht, sind doch alle Fahrzeuge vernetzt und App-gebunden. Dadurch, so Schneider, könnten die Roller bei schlechtem Wetter auch gesperrt werden.

Keine Roller bei glatter Fahrbahn?

Pläne, das Angebot bei glatter Fahrbahn zu sperren, gibt es bei den Anbietern derzeit nicht. Vielmehr wollen einige Sharing-Firmen die Anzahl ihrer Roller leicht reduzieren. Denn wahrscheinlich werden die E-Roller bei Kälte ohnehin seltener genutzt als noch im Sommer.

Der TÜV-Verband fordert daher, dass die Kunden zumindest auf die Gefahren der kalten Jahreszeit hingewiesen werden. Auch das könnte leicht in die jeweiligen Apps implementiert werden, wo beispielsweise schon jetzt das Tragen eines Helms empfohlen wird. Das hält der TÜV-Verband aber für nicht ausreichend. Vielmehr sollte es Möglichkeiten geben, den Kunden direkt auch Helme zur Miete zur Verfügung zu stellen, was allerdings nicht so leicht umzusetzen wäre. (ms)

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