Frankfurter Busfahrer streiken ab Dienstag

Streik auf Großteil der 64 Frankfurter Linien erwartet

Frankfurter Busfahrer streiken ab Dienstag

Die Frankfurter Busfahrer werden — genau wie ihre Kollegen in vielen anderen hessischen Städten — ab Dienstag in einen unbefristeten Streik treten. Das teilt die Verkehrsgesellschaft TraffiQ am Montagnachmittag mit. Grund dafür sind die abgebrochenen Lohnverhandlungen zwischen dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und der Gewerkschaft Verdi.

TraffiQ geht davon aus, dass mit Betriebsbeginn um 2:30 Uhr der Großteil der 64 Buslinien im Stadtgebiet bestreikt werden. Auch die Ersatzbusse für die Linie U3 in Oberursel sollen davon betroffen sein. Wie lang die Streiks dauern werden, ist bislang unklar. In einer Urabstimmung sprach sich laut TraffiQ eine deutliche Mehrheit der gewerkschaftlich organisierten Busfahrer für unbefristete Streiks aus.

Auch Ausfälle bei U- und Straßenbahn

Ausweichen können Fahrgäste im Frankfurter Stadtgebiet auf S-Bahnen, U-Bahnen, Straßenbahnen und Regionalzüge, die sich auf vielen Strecken als Alternative anbieten. Allerdings gibt es zumindest bei U- und Straßenbahnen am Dienstag und Mittwoch ein Problem: Wegen Betriebsversammlungen werden auch hier Fahrten ausfallen. Welche Bahnen wann ausfallen, lässt sich allerdings noch nicht einschätzen.

Einige Buslinien fahren dafür während des Streiks voraussichtlich — zumindest lassen TraffiQ zufolge die vorangegangenen Streiks darauf schließen.

Diese Busse fahren voraussichtlich:

  • Linie 35 (Sachsenhausen Lerchesberg – Stresemannallee/Mörfelder Landstraße)

  • Midibuslinien in Sachsenhausen (45, 47 und 48) sowie die Buslinien 46 (Römerhof - Europaviertel – Mühlberg) und 52 (Gallus - Griesheim).

  • Kleinbuslinie 57 in Zeilsheim sowie 81 und 82 in Oberrad

  • Buslinie 551 (Gravenbruch Ost – Enkheim – Bad Vilbel)

  • Weitere regionale Buslinien, die aus dem Umland nach Frankfurt hineinfahren (in der Regel dreistellige Liniennummern)

Da die Gewerkschaft die Streikstrategie nicht vollständig offenlegt, besteht die Möglichkeit, dass die Frankfurter Busfahrer sich nicht oder in anderem Umfang am Streik beteiligen. Die Verkehrsgesellschaft wird die Situation daher sowohl online als auch mit Hinweisen insbesondere an die Radiosender begleiten und regelmäßig und möglichst aktuell zur Streiklage informieren. Fahrgästen können sich außerdem über das RMV-Servicetelefon (069 24 24 80 24) informieren. Gerade Eltern von Schulkindern, die auf den Bus angewiesen sind, wird empfohlen, sich zu informieren, damit die Kinder nicht vergeblich an der Bushaltestelle stehen. (nl)

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