P&C schließt deutschlandweit Filialen - auch in Frankfurt?

Medienberichten zufolge bleiben die wirtschaftlichen Einnahmen bei dem Unternehmen „Peek & Cloppenburg“ derzeit auf einem gleichen Level. Darauf reagiert der Modeverkäufer mit Schließungen und Verkleinerungen von Filialen - auch in Frankfurt?

P&C schließt deutschlandweit Filialen - auch in Frankfurt?

Der Umsatz bei dem Betreiber einer der größten Filialen auf der Zeil „Peek & Cloppenburg“ stagniert. Wie das Handelsblatt Anfang Juni berichtete, läuft es dabei wirtschaftlich gerade bei den großen Häusern des Unternehmens schlecht. Und dazu gehört auch die Frankfurter Filiale. Sie ist das größte Verkaufshaus des Unternehmens und besteht an ihrem Platz auf der Zeil seit mehr als 30 Jahren. Ist sie nach all der Zeit von einer Verkleinerung oder gar einer Schließung betroffen?

Filialen an drei Standorte in Deutschland schließen

„Peek & Cloppenburg plant in diesem Jahr, die Verkaufshäuser in Berlin-Wilmersdorf, Gießen und Unna zu schließen“, sagt eine Sprecherin der „Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf“ gegenüber Merkurist. Zudem seien zahlreiche Umbaumaßnahmen geplant. Laut dem Handelsblatt heißt das auch, dass Filialen verkleinert werden sollen - so etwa in Wien. „Wir glauben, die Zielumsätze in unseren Häusern heute auch auf kleineren Flächen erreichen zu können“, sagte John Cloppenburg, geschäftsführender Gesellschafter gegenüber der Wirtschaftszeitung. In Wien plane man etwa einen Teil der Fläche an einen Gastronomen zu vermieten.

„Hierzu gibt es unternehmensseitig keine Pläne.“ - Sprecherin „Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf“

Doch trotz der Verkleinerungen und Schließungen an anderen Standorten, wird sich laut der „P&C“-Sprecherin in der Filiale in Frankfurt nichts ändern. „Hierzu gibt es unternehmensseitig keine Pläne“, sagt sie gegenüber Merkurist.

„Die Riesenfilialen bekommen besonders stark zu spüren, dass immer weniger Kunden in die Innenstädte kommen.“ - Handelsblatt

Und doch zeigt sich laut dem Experten des Handelsblatts, dass sich etwas in der Frankfurter Filiale ändern muss, um wieder mehr Umsatz zu machen. „Die Riesenfilialen bekommen besonders stark zu spüren, dass immer weniger Kunden in die Innenstädte kommen, ihre Kleidung lieber bei Amazon oder Zalando bestellen oder bei Primark und H&M deutlich günstiger einkaufen“, heißt es in dem Zeitungsbericht. Viele Modehäuser würden deshalb auf ein zusätzliches Angebot abseits der Kleidungsstücke setzen. Ein Beispiel dafür ist auch die derzeitige Strategie vieler Einkaufscenter in Frankfurt. So fokussiert sich beispielsweise das MyZeil mit der Eröffnung des Foodtopia-Bereichs im Dachgeschoss vermehrt darauf, seinen Kunden ein Erlebnis und nicht nur eine Einkaufsmöglichkeit zu bieten.

„Wer nicht experimentiert, hat verloren.“ - John Cloppenburg, geschäftsführender Gesellschafter

Ob die Geschäftsführer von „P&C“ diese Strategie übernehmen, bleibt abzuwarten. Cloppenburg verriet gegenüber dem Handelsblatt nur so viel: Es soll eine Veränderung hinsichtlich des Geschäftsmodells geben. „Wer nicht experimentiert, hat verloren“, so der Unternehmer. (nm)

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