Frankfurter sollen Bäume in ihren Straßen gießen

Wegen der anhaltenden Trockenheit geht es vielen Bäumen in der Stadt schlecht. Umweltdezernentin Heilig bittet die Stadtbewohner jetzt, die Bäume in der Stadt zu bewässern.

Frankfurter sollen Bäume in ihren Straßen gießen

Was würden wir bei dieser Hitze nur ohne die Bäume tun? Im Schatten ihrer Blätterkrone kann so mancher einmal durchatmen und der Sonne entfliehen. Außerdem befeuchten die rund 200.000 Stadt- und Parkbäume durch die Verdunstung von Wasser die Luft - wer weiß, wie viel wärmer es ohne diesen Vorgang wäre?

Damit die Frankfurter das nicht herausfinden müssen, rufen die Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und das Grünflächenamt die Bürger dazu auf, bei der Bewässerung der Bäume auszuhelfen. Das Grünflächenamt selbst wird die Bäume ebenfalls stärker bewässern.

Der Niederschlagmangel im vergangenen Winter habe einen niedrigen Grundwasserspiegel zur Folge, durch den die Bäume bei der noch immer anhaltenden Trockenheit nicht genug Wasser bekommen. Selbst bei Starkregen könnten die Wassermengen nicht ausreichend über den Boden aufgenommen werden, weil dieser hart und verdichtet ist.

Auch wenn die starke Hitze am Wochenende abschwächen soll und auch mit Niederschlägen gerechnet wird, bittet Heilig die Frankfurter darum, die Bäume in ihrer eigenen Straße mitzugießen: „Wir möchten doch alle, dass die Bäume nächstes Jahr wieder austreiben. Bitte helfen Sie ihnen“, appelliert sie an die Bürger.

Wie Ihr die Bäume richtig bewässert

Zum Bewässern solle möglichst angesammeltes Regenwasser oder unbelastetes Brauchwasser genutzt werden. So wäre es zum Beispiel eine gute Idee, das Wasser, mit dem man Obst, Gemüse oder Salat wäscht, aufzufangen und dieses den Bäumen zuzugießen. Dabei sei einmal in der Woche richtig durchdringendes Wässern effektiver als den Bäumen täglich eine Kanne zu geben. Ein junger Baum kann 150 Liter Wasser vertragen, also etwa 15 Putzeimer oder Gießkannen. Umgerechnet entspricht das laut Stadt Kosten von rund 50 Cent. (ab)

Logo