Diese Frankfurter Läden sollte man kennen

Von Rohkostkuchen bis hin zu Klamotten aus allen Epochen: Wir stellen Euch fünf Frankfurter Läden mit besonderen Konzepten vor.

Diese Frankfurter Läden sollte man kennen

Wer an Frankfurt und Einkaufen denkt, dem kommt wahrscheinlich erst einmal die Zeil in den Kopf. Doch abseits der Einkaufsmeile gibt es einige Frankfurter Läden, die nicht nur mit Individualität überzeugen, sondern auch mit außergewöhnlichen Konzepten. Eines scheinen dabei alle Betreiber gemeinsam zu haben: Sie lieben ihre Läden und leben ihre Kreativität aus.

Schmidt’s Papeterie

Ein Laden, bei dem es sich lohnt, einen Blick hineinzuwerfen ist „Schmidt’s Papeterie“. Dort können Kunden Geschenke für ihre Liebsten kaufen. „Für Papeterieliebhaber ein Muss“, sagt die Inhaberin Cordula Fanger. Zu finden gibt es neben 1000 verschiedenen Glückwunschkarten für jeden Anlass, unter anderem auch Notizbücher, Fotoalben, Schachteln und Handyhüllen. Die Papeterie bietet auch Wohnaccessoires wie Geschirr, Vasen und Lampen an. Zu den begehrtesten Marken zählen House Doctor, broste, Ib Laursen und Greengate - allesamt dänische Anbieter.

„Wer keinen Notizblock findet, nimmt eine Tasse, wer kein Kosmetiktäschchen mag, nimmt Spaghetti und Pesto.“ - Cordula, Inhaberin Schmidt’s Papeterie

Das Besondere an dem Laden sei die riesige Auswahl auf gerade einmal 48 Quadratmetern, so die Inhaberin. „Und die Mischung: Wer keinen Notizblock findet, nimmt eine Tasse, wer kein Kosmetiktäschchen mag, nimmt Spaghetti und Pesto.“ Dabei sei alles nach Design-Gesichtspunkten ausgesucht und zusammengestellt. Ein Markenzeichen des Ladens ist auch, dass er ständig umdekoriert wird. „Und das mit Liebe und Leidenschaft für jedes Detail seit 24 Jahren“, so Cordula. Eine Wohlfühlatmosphäre sei dabei garantiert, denn in den Vasen stünden stets frische Blumen und in den Teelichtern flackern echte Kerzen.

Das werde auch von den Kunden so empfunden. Der Lieblingssatz ihrer Kunden sei „Bei euch finde ich einfach immer etwas“, sagt Cordula. Am meisten kauften Kunden die allseits beliebte Karten, Geschenkpapier, Notizbücher, Kalender sowie „jede Menge winzig kleine charmante Geschenke aller Art.“

Plants & Cakes

Gesunde Kuchen? - Das erscheint für viele zunächst wie ein Widerspruch, aber es gibt sie. Dafür muss man nur einen Abstecher ins Nordend machen. Denn im Oeder Weg 51 gibt es die Takeaway Cakery & Juice bar „Plants & Cakes“. Hier kreieren die beiden Freundinnen Angela Lederer und Sibel Bakanhan täglich ausgefallene Kuchenkunstwerke.

Das Besondere an ihren Rohkostkuchen („raw cake“) ist, dass sie nicht gebacken werden, erklärt Sibel. Zudem seien sie glutenfrei, frei von raffiniertem Zucker und vegan. „Unsere Kreationen bestehen nur aus gesunden, hochwertigen Zutaten, wie Datteln, Cashewkernen und verschiedenen Früchten - je nach Torte“, führt die Besitzerin weiter aus. Aber am meisten stürzten sich die Kunden auf den „Salted Snickerz“ Kuchen. Für 2,50 Euro bis 4,50 Euro können sich Kunden Rohkostkuchen-Stücke, welche die Freundinnen nach eigenen Rezepten kreieren, schmecken lassen.

„Hier kann man sündigen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.“ - Sibel, Inhaberin Plants & Cakes

Abgesehen von Kuchen bieten die beiden auch noch Avocado Brote, Chia-Pots sowie kaltgepresste Säfte und Smoothies an. Perfekt für zwischendurch seien auch ihre beliebten Nice-Cream-Bowls, so nennen sie ihr gesundes Eis, das nur aus Frucht besteht. Zu ihren Kunden zählen ernährungs- und umweltbewusste Menschen, die sich etwas gutes Tun wollen, sagt Sibel. „Hier kann man sündigen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.“ Denn schlechte beziehungsweise ungesunde Zutaten finde man in ihren Kuchen nicht. Doch nicht nur darauf legen die Freundinnen wert: „Wir achten auch auf unsere Umwelt. Unsere To-Go-Verpackungen sind alle biologisch abbaubar“, so Sibel.

designe, kleine!

Der Name dieses Geschäftes versteht sich als Aufforderung, selbst aktiv zu werden. Das bedeutet: seine Ideen umzusetzen und sie zu zeigen. Seit mehr als zehn Jahren bietet „designe, kleine!“ Frankfurtern die Möglichkeit, einen Schaukasten zu mieten. Darin können sie ihr eigens Entworfenes präsentieren und auch verkaufen.

„Aber auch Witziges, nie Gesehenes, Schönes sowie Schräges.“ - Susanne Stahl, Betreiberin „designe, kleine!“

Zum Sortiment des Galerieladens gehören handgefertigte Geschenkartikel als Unikate und Kleinserien. „Aber auch Witziges, nie Gesehenes, Schönes sowie Schräges“, erklärt Susanne Stahl, die Betreiberin des Geschäftes. Sie selbst ist Architektin und Designerin und fertigt eigene Entwürfe im offenen Hinterzimmer an. Von dort finden ihre Kreationen den direkten Weg in den Verkaufsraum. „So können Besucher den Weg von der ersten umgesetzten Idee bis zum Endprodukt beobachten“, sagt Stahl.

Aber es gibt noch eine Besonderheit an dem Laden: An der Außenfassade befindet sich ein Geschenkeautomat. Dort können sich Kunden auch außerhalb der Öffnungszeiten eine kleine handgefertigte Überraschung für drei Euro ziehen.

Epiphany

Im Epiphany, zu Deutsch Offenbarung, sollten Vintage-Fans auf ihre Kosten kommen: Von aktuellen Modetrends bis zu Kleidern aus den Zwanzigern, sind dort Klamotten aus allen Epochen zu finden. Vor knapp neun Jahren hat Inhaberin My Fedorowicz, die selbst Vintage-Liebhaberin ist, ihr Geschäft eröffnet.

In dem schlichten Laden mit hohen Decken finden die Besucher nicht nur Vintage-Mode, sondern auch Markenkleidung, wie Teile von Hugo Boss, Max Mara oder Escada. „Viele Kundinnen schätzen die Ware, da es sich um besondere Stücke handelt, die sie sonst nirgendwo mehr bekommen“, erklärte Fedorowicz in einem früheren Interview gegenüber Merkurist.

re-cover.de

„Wir machen aus alten Sachen neue Sachen, zum größten Teil individuell auf Kundenwunsch.“ - Sandra Elm, Besitzerin re-cover.de

In der Neebstraße in Bornheim befindet sich der Werkstatt-Laden „re-cover“. Das Konzept dahinter lautet: „100 Prozent re-loved“. „Wir machen aus alten Sachen neue Sachen, zum größten Teil individuell auf Kundenwunsch“, erklärt die Besitzerin Sandra Elm. Besucher finden in ihrem kleinen Laden Recycling- und Upcycling-Produkte. Dazu zählen neben kleinen Kollektionen, auch Unikate und Prototypen an Kleidungsstücken, die aus gebrauchten Textilien gefertigt sind. Auch Buchhüllen, Stofftiere, Kissen und Decken aus alten Lieblings-T-Shirts werden angeboten.

Zu den Bestsellern gehört aber „der Kabelbinder“. Das ist eine schlichte und praktische Verpackung für Kopfhörer aus Lederresten. Ebenso beliebt sind die handgenähten Postkarten aus Altpapier, sowie alle Produkte mit Comic-Helden zum Beispiel Notizbücherhüllen mit den Peanuts oder Tim und Struppi.

Dabei ist die Preisspanne der Produkte breit gefächert. Angefangen bei einer handgefertigten Grußkarte für 2 Euro, können auf Kundenwunsch auch große Bettdecken aus alten Lieblings-T-Shirts gefertigt werden, die dann 400 Euro kosten.

Ihr kennt weitere außergewöhnliche Ladenkonzepte in Frankfurt? Dann nennt sie in einem Kommentar unter diesem Artikel! (lo)

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