Neue Streiks im Frankfurter Busverkehr möglich

Fahrgäste sollen sich vor Fahrtantritt informieren

Neue Streiks im Frankfurter Busverkehr möglich

Die Streiks im Frankfurter Busverkehr könnten in eine neue Runde gehen. Wie die Verkehrsgesellschaft TraffiQ am Mittwoch mitteilt, ist es möglich, dass die Busfahrer in den kommenden Tagen ihre Arbeit niederlegen.

Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen zwischen dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und der Gewerkschaft Verdi, die am Donnerstag in eine weitere Runde geht. Bereits am 1. November hatte es hessenweit in mehreren Städten umfangreiche Streiks gegeben. Nun haben sich die gewerkschaftlich organisierten Busfahrer kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde mit deutlicher Mehrheit für unbefristete Streiks ausgesprochen, um ihrer Position Nachdruck zu verleihen.

„Wir möchten unsere Fahrgäste nicht durch voreilige Meldungen verunsichern“, erklärt Klaus Linek, Sprecher von TraffiQ. „Da wir es aber für wahrscheinlich halten, dass es zu weiteren Streiks kommen wird, wollen wir ihnen die Chance bieten, sich rechtzeitig auf Störungen im städtischen Busverkehr einzustellen und sich Alternativen mit S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn zu suchen.“

Fahrgäste können laut TraffiQ auf die regulär fahrenden S-, U- und Straßenbahnen ausweichen. Auch einige Regionalzüge können eine Alternative darstellen. Die Verkehrsgesellschaft empfiehlt den Fahrgästen, vor Fahrtantritt besonders auf Hinweise der Radiosender zu achten. Diese bekämen oft als erste konkrete Informationen. Auch im Netz will TraffiQ aktuelle Streik-Informationen bereitstellen, ebenfalls wie beim RMV-Servicetelefon unter der Nummer 069/24248024. Gerade Eltern von Schulkindern, die auf den Bus angewiesen sind, sollen die Informationen aufmerksam verfolgen, damit ihre Kinder morgens nicht umsonst an der Bushaltestelle stehen. (mm)

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