Bei der Stadt sind jetzt Roboter im Einsatz

Erste Roboter in der Stadtverwaltung

Bei der Stadt sind jetzt Roboter im Einsatz

Die Frankfurter Stadtbücherei wird künftig durch zwei Roboter unterstützt. Am Montag stellten Bildungsdezernentin Sylvia Weber und IT-Dezernent Jan Schneider die ersten Roboter in der Stadtverwaltung vor. 30.000 Euro hat die Stabsstelle Digitalisierung zur Anschaffung der beiden Roboter beigesteuert.

Eingesetzt werden der humanoide Roboter Nao und der Roboterarm Dobot vorerst in der Stadtbücherei — und das hat einen bestimmten Grund. „Eine Stadtbücherei, zu der jeder Bürger Zugang hat, ist deshalb der ideale Ort, um einen ersten Kontakt mit dem Thema Robotics herzustellen“, so Weber. Während Dobot ein lernender Roboterarm ist, mit dem Programmierung und Automatisierung geübt werden können, kann Nao sprechen und gestikulieren.

Dobot und Nao sollen in der Stadtbücherei nicht als klassische Assistenten arbeiten. Sie sollen den Frankfurtern die Möglichkeit geben, sie und ihre Funktionen kennenzulernen. Im Herbst gibt es dann sogar Programmierkurse, bei denen die Teilnehmer lernen können, wie Nao programmiert wird. „Aber auch jeder, der einfach mal einem Roboter die Hand schütteln möchte, ist bei der Stadtbücherei jetzt richtig“, so die Stadt.

Ab 2020 sollen auch Kinder und Jugendliche mit pädagogischen Programmen rund um die Roboter abgeholt werden. „Das ist Bildung mit allen Sinnen und ein wichtiger Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Wissensgesellschaft“, so Weber. IT-Dezernent Schneider kann sich auch vorstellen, dass sich die Roboter künftig auch an anderen Stellen in der Stadtverwaltung finden könnten. „Das Spektrum denkbarer Einsatzszenarien ist dabei breit: Es reicht zum Beispiel von der Unterstützung bei gärtnerischen Tätigkeiten bis zur Übernahme von Lotsenfunktionen in Ämtern mit Publikumsverkehr“, so Schneider. (ts)

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