26-Jähriger würgt seine Nachbarin mit HDMI-Kabel

Anklage wegen versuchten heimtückischen Mordes

26-Jähriger würgt seine Nachbarin mit HDMI-Kabel

Ein 26-Jähriger Mann aus Niederursel ist angeklagt, versucht zu haben, seine 61-jährige Nachbarin mit einem Kabel zu erdrosseln. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte, lautet die Anklage auf versuchten heimtückischen Mord.

Der geständige mutmaßliche Täter sitzt seit dem Tag der Tat, dem 8. Juli 2017, in Untersuchungshaft. Er soll seine Nachbarin unter dem Vorwand, er habe eine Überraschung für sie, besucht und dabei gebeten haben, sich umzudrehen und die Augen zu schließen. Als die Frau mit geschlossenen Augen und dem Rücken zu ihm auf einem Stuhl saß, soll der 26-Jährige sie abrupt mit einem mitgebrachten HDMI-Kabel über zwei Minuten hinweg und unter großer Kraftanstrengung von hinten stranguliert haben. Erst als die Frau Schaum vor dem Mund hatte und bewusstlos vornüber fiel, soll der Mann von ihr abgelassen haben.

Der mutmaßliche Täter soll daraufhin in der Annahme, sie sei tot, geflohen sein und seinem Vater mit den Worten „Ich habe die Iris erwürgt“ von der Tat erzählt haben. Der Vater alarmierte daraufhin den Notruf. Die Nachbarin hatte den Angriff überlebt und kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

In seinem Geständnis äußerte der 26-Jährige, dass er durch einen Streit mit seinem Vater am Vortag aufgewühlt gewesen sei und daher etwas „Drastisches“ habe tun wollen. Er berichtete außerdem von Strangulationsfantasien und bezeichnete sich selbst als „Monster“. Die Tat habe er wie im Rausch erlebt und sich dabei „wie ein Tier“ gefühlt.

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