Bald startet die Super-Sperrung bei den U-Bahnen

Mit dem Beginn der Sommerferien startet auch die große Sperrung bei den U-Bahnen. Neben der kompletten A-Strecke werden auch Teile der C-Strecke dicht gemacht. Was Ihr jetzt wissen müsst.

Bald startet die Super-Sperrung bei den U-Bahnen

Wer in den Sommerferien mit der U-Bahn durch Frankfurt fahren will, muss Zeit und Nerven mitbringen. Denn: Wegen Bauarbeiten macht die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) die komplette A-Strecke zwischen Südbahnhof und Heddernheim dicht.

Statt U-Bahnen fahren dann Ersatzbusse auf der Strecke, die täglich von rund 100.000 Menschen genutzt wird. Und auch auf Teilen der C-Strecke fallen Bahnen aus, wenn Hessenmobil für den Riederwaldtunnel baut. Für die Fahrgäste bedeutet das vor allem längere Fahrzeiten.

Alles zur Sperrung an der A-Strecke

Von der Sperrung der A-Strecke sind die U-Bahn-Linien U1, U2, U3 und U8 betroffen. Los geht es bereits am Samstag, 29. Juni, um 4 Uhr morgens. Wegen vorbereitender Arbeiten im Tunnel fahren die Linien U1, U2, und U8 nicht zwischen Südbahnhof und Willy-Brandt-Platz. Die Linie U3 fährt in dieser Zeit nur zwischen Oberursel-Hohemark und Heddernheim.

U9 wird verlängert

Ab Montag, 1. Juli, gegen 2 Uhr morgens startet dann die tatsächliche Feriensperrung, die bis Montag, 12. August, um 3 Uhr dauert. In dem gesamten Zeitraum fahren die U1 und U8 überhaupt nicht. Die Linie U2 fährt nur zwischen Nieder-Eschbach und Riedwiese/Mertonviertel. Die Linie U3 fährt von Oberursel-Hohemark bis Wiesenau und von dort weiter nach Ginnheim.

Die Linie U9 wird dafür über Nieder-Eschbach hinaus bis Gonzenheim verlängert. Sie fährt enger getaktet und mit mehr Wagen. Wer aus dem Frankfurter Norden in die Stadt will, nimmt laut VGF am besten die U9 bis Ginnheim und fährt von dort weiter mit der Straßenbahnlinie 16. Entweder zur Bockenheimer Warte, wo die Linien U4, U6 und U7 fahren, oder zum West- oder Hauptbahnhof.

Zwei Routen mit Schienenersatzverkehr

Auf zwei Routen setzt die VGF einen Schienenersatzverkehr (SEV) für die gesperrte A-Strecke ein. Alle SEV-Haltestellen sind in der Nähe der U-Bahn-Stationen und beschildert, so die VGF. Der SEV1 fährt alle fünf Minuten mit je zwei Gelenkbussen (an Werktagen) von der Konstablerwache über das Eschenheimer Tor, die Eschersheimer Landstraße und Heddernheim bis zur Heddernheimer Landstraße. Dort können die Fahrgäste in die Linien U3 und U9 umsteigen.

Kürzer ist die Strecke der zweiten Route, die der SEV2 bedient. Er fährt von der Station Riedwiese/Mertonviertel, wo der Umstieg in die U2 möglich ist, über Heddernheim, wo auch der SEV1 hält, bis zur S-Bahn-Station Eschersheim. Dort können Fahrgäste in die S6 umsteigen. Fahrräder sollen in den SEV-Bussen, so die VGF, nicht mitgenommen werden. Außer dem SEV empfehlen die Verkehrsgesellschaften den Fahrgästen auch, andere Busse entlang der Strecken zu nutzen.

VGF bündelt verschiedene Arbeiten

Während der Sommerferien-Sperrung will die VGF verschiedene Arbeiten an der A-Strecke bündeln und die Zeit der Sperrung so sinnvoll ausnutzen. Gleise und Weichen werden ersetzt, Fahrleitungsmasten saniert, Kabel erneuert und Überwege neu gebaut.

Alles zur Sperrung bei U4 und U7

Auch auf der C-Strecke fahren die Bahnen während der Sommerferien eingeschränkt. Dort liegt es aber vor allem an Hessenmobil und den Arbeiten am Riederwaldtunnel. Wegen der Sperrung wird die VGF auch hier Arbeiten an den U-Bahn-Strecken vornehmen.

U4 und U7 fahren unterschiedlich

Betroffen sind die Linien U4 und U7 nach Enkheim. Zwischen den Haltestellen Schäfflestraße und Enkheim fährt von Samstag, 29. Juni, bis Sonntag, 11. August, ein Schienenersatzverkehr. In den ersten drei Sommerferien-Wochen, also bis 22. Juli, fährt die U7 von der Heerstraße bis zur Schäfflestraße. Die U4 endet in dieser Zeit von der Bockenheimer Warte kommend an der Seckbacher Landstraße.

Von Montag, 22. Juli, 2 Uhr, bis Montag, 12. August, 3 Uhr, fährt die U4 dann bis zur Schäfflestraße, während die U7 am Johanna-Tesch-Platz endet. Zwischen Johanna-Tesch-Platz und Schäfflestraße gibt es keine Verbindung mit Bus oder Bahn.

Andere Verbindungen nutzen

Abseits des SEV kommen auch andere Verbindungen infrage. Für Fahrgäste aus Bergen bietet sich die Buslinie 43 Richtung Bornheim-Mitte mit Anschluss an die U4 an der Seckbacher Landstraße an. Aus Fechenheim-Nord können die Regionalbahn oder die Straßenbahn ab Mainkur-Bahnhof eine Alternative sein. Fahrgäste aus der Innenstadt Richtung Enkheim sollen schon an der Konstablerwache in die richtige U-Bahn-Linie zur Schäfflestraße wechseln.

Grundsätzlich empfehlen VGF und Traffiq allen Fahrgästen, sowohl auf der A- als auch auf der B-Strecke, die Fahrplanauskunft des RMV sowie deren rundum erreichbares Servicetelefon (069/24 24 80 24) zu nutzen. So erhalte man die beste Verbindung, die man als Fahrgast im Alltag oft nicht präsent hat. (nm)

Weitere Informationen zu den Bauvorhaben und Sperrungen findet Ihr außerdem hier.

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