Was passiert mit den Zootieren während der Bombenentschärfung?

Am Sonntag wird die in der vergangenen Woche entdeckte Fliegerbombe im Ostend entschärft. Dafür werden die Anwohner evakuiert. Aber auch der Frankfurter Zoo grenzt an die Schutzzone. Was ist mit den Zootieren?

Was passiert mit den Zootieren während der Bombenentschärfung?

Am 25. Juni wurde bei Bauarbeiten an der Ecke Mayfarthstraße und Eytelweinstraße im Ostend eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Nun soll die Bombe am Sonntag entschärft werden. Dafür werden rund 16.500 Frankfurter evakuiert (Merkurist berichtete).

Aber auch der Frankfurter Zoo trifft Sicherheitsvorkehrungen. Dieser grenzt nämlich unmittelbar an die Schutzzone, die vom Kampfmittelräumdienst rund um den Fundort der Bombe festgelegt wurde. Um Risiken für Zoobesucher zu vermeiden, bleibt der Zoo deshalb ganztägig geschlossen. Zudem werden Zufahrtswege zum Zoo am 7. Juli gesperrt sein, sodass der Zoo ohnehin nicht erreichbar wäre.

Die Anwohner in der Schutzzone werden evakuiert, aber was passiert mit den Tieren? Sie werden nicht evakuiert, sagt eine Pressesprecherin des Zoos. Die Tiere, deren Gehege an die Schutzzone angrenzen, bleiben in ihren Tierhäusern. Dort werden sie von den Tierpflegern versorgt und verpflegt, bevor die Entschärfung beginnt.

Betroffen sind die Gehege, die entlang der südlichen Zoomauer an der Röhnstraße liegen. Dazu gehören das Menschenaffenhaus, in dem unter anderem Bonobos, Gorillas und Orang-Utans leben, und das Greifvogelgehege. Auch das Giraffenhaus und weitere Huftiergehege, in denen Okapis und Antilopen wohnen, grenzen an die Sperrzone.

Das Zoogesellschaftshaus liegt wiederum nicht im Evakuierungsbereich. Polizei und Feuerwehr richten dort eine Betreuungsstelle ein. Ab 7 Uhr am Sonntagmorgen können von der Evakuierung betroffene Frankfurter dort hinkommen. (ab)

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