Erste Obduktionsergebnisse nach tragischem Unfall in Kita

Staatsanwaltschaft geht von Strom-Tod aus

Erste Obduktionsergebnisse nach tragischem Unfall in Kita

Nach dem Tod eines Sechsjährigen in einer Kita im Frankfurter Stadtteil Seckbach (wir berichteten) liegen der Stadt nun die ersten Ergebnisse der Obduktion vor. Das berichtet die Verwaltung in einer Pressemitteilung.

Demnach haben erste Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben, dass alles auf einen Strom-Tod hindeutet. Dass das Kind an eine nicht ausreichend gesicherte oder heraushängende Steckdose oder ein loses Kabel gegriffen habe, seien aber Vermutungen, die bislang nicht gesichert oder durch Beweise untermauert seien, schreibt die Staatsanwaltschaft an die Stadt. Weitere Untersuchungen laufen derzeit noch. Die Stadt teilt zudem mit, dass es nach ersten Erkenntnissen keine Hinweise auf einen Defekt an den elektrischen Anlagen gibt. „Im Gegenteil, nach Überprüfungen entsprachen die Steckdosen und elektrischen Anlagen dem höchsten Standard der Kindersicherung und waren fest montiert“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Sicherheitsstandards und Elektroanlagen werden laut Stadt in den Frankfurter Kitas regelmäßig überprüft. „In allen städtischen Kinderzentren gibt es Sicherheitsbeauftragte, die geschult Gefahrenquellen erkennen und beseitigen und melden“, so die Stadt. Mindestens einmal jährlich überprüfen zudem Liegenschaftsmanager die Kitas. Bei Mängeln, zum Beispiel bei den elektrischen Anlagen, beauftragen sie Fachfirmen. Im Falle der Kita in Seckbach sei festzuhalten, dass es in den Sommerferien bauliche Maßnahmen gegeben habe. „Die baulichen Maßnahmen an der Elektrik wurden abgeschlossen und ordnungsgemäß abgenommen.“

Nach der Sicherheitsbegehung, die die Unfallkasse Hessen am Donnerstag durchführte, kann der Betrieb in der Kita wieder aufgenommen werden. Wann das geschieht, wird laut Stadt in den nächsten Tagen entschieden. (nl)

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