Was ist eigentlich mit dem Badeschiff am Main?

Ein Schwimmbad in Form eines Schiffs, das auf dem Main treibt. Die Projektidee des „Freistil“-Badeschiffs steht schon länger im Raum. Ursprünglich sollte das Schiff 2015 vom Stapel laufen. Aber was ist nun mit dem Projekt?

Was ist eigentlich mit dem Badeschiff am Main?

Bereits 2012 hatte der Verein „Freistil“ die Idee, ein gleichnamiges Badeschiff auf dem Main zu etablieren. Ein Schwimmbad auf dem Main, wenn man so will. Drei Jahre später sollte die Freistil in Frankfurt anlegen, aber bis heute schwimmt kein solches Schiff auf dem Main. Wie ist der aktuelle Stand des Projektes?

Weiterhin im Gespräch mit der Stadt

Besucht man die Website des „Freistil“-Vereins, begegnet man direkt auf der Startseite einer Meldung, dass sich der Verein mit der Stadtverwaltung zur Überarbeitung des Projekts abstimmt. Vereinsvorsitzender Eckart von Schwanenflug bestätigt dies: „Es finden weiterhin intensive Gespräche auf politischer und Verwaltungsebene statt.“

„Es fehlt eine klare Willensbekundung der Politik das Projekt zu fördern.“ - Eckart von Schwanenflug, „Freistil“-Vorsitzender

Auf die Frage hin, warum es zu einer so langen Verzögerung in der Verwirklichung des Projektes kam, scheint von Schwanenflug enttäuscht. „Das lässt sich nicht so einfach beantworten. Aus meiner Sicht fehlt eine klare Willensbekundung der Politik mit deutlicher Anweisung an die Verwaltung, das Projekt zu fördern.“

Zwar sind erste Ideen und Vorstellungen zum Aussehen des Bootes auf der Freistil-Website zu sehen, jedoch seien diese ein grundlegender Teil der laufenden Abstimmung. Besonders der Liegeplatz sei ein entscheidendes Kriterium, so von Schwanenflug. Vor einigen Jahren war der Theodor-Stern-Kai als Liegeplatz im Gespräch - ob das Boot tatsächlich dort oder doch an einer ganz anderen Stelle am Main liegen könnte, ist noch unklar.

Wieso ein Badeschiff?

„Es ist eine Herzensangelegenheit geworden.“ - Eckart von Schwanenflug

Man braucht ein starkes Durchhaltevermögen, wenn man seit sieben Jahren an einem Projekt und seiner Realisierung arbeitet. „Es ist eine Herzensangelegenheit geworden“, sagt der Vereinsvorsitzende. Aber auch der Zuspruch aus der Bevölkerung treibe ihn an, weiter für das Projekt zu kämpfen.

Das Interesse der Einwohner an einem solchen Badeschiff war bereits vor 150 Jahren groß. Damals entstand eine regelrechte Flussbadelandschaft am Mainufer mit bis zu acht unterschiedlichen Anstalten, erklärt von Schwanenflug. In Frankfurt seien die ersten Flussbäder Deutschlands eingerichtet worden. „Es geht hier also um die Wiederherstellung einer Tradition.“

Ein Schiff für alle

Obwohl über die finale Version des Schiffes noch nicht entschieden ist, ist eines klar: Das Freistil-Bad soll für alle offen sein, ob alt oder jung, Frankfurter oder nicht, im Verein oder alleine.

Eine Kooperation mit den Bäderbetrieben sei außerdem sehr interessant für den Verein. „Wir werden die Gespräche wieder aufnehmen, sobald es sich lohnt“, so von Schwanenflug. (mr/ab)

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