Warum in Niederrad zwei Wochen lang keine Straßenbahnen fahren

Seit dem frühen Montagmorgen fahren die Linien 12 und 19 in Niederrad nicht wie gewohnt. Bahnfahrer müssen sich zwischen Triftstraße und Rheinlandstraße auf knapp zwei Wochen Einschränkungen einstellen.

Warum in Niederrad zwei Wochen lang keine Straßenbahnen fahren

Pendler und Bahnfahrer aus Niederrad haben es vermutlich schon bemerkt: Seit dem frühen Montagmorgen warten sie zwischen Triftstraße und Rheinlandstraße vergeblich auf die Straßenbahnen der Linien 12 und 19. Stattdessen sind Ersatzbusse (SEV) unterwegs. Ein Zustand, der bis Freitag, den 23. August, und damit knapp zwei Wochen anhalten soll. Denn bis dahin arbeitet die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) an den Gleisen.

Dabei werden die Gleise aber nicht einfach nur gewartet oder repariert. Stattdessen entsteht in den kommenden Tagen zwischen der Haltestelle „Triftstraße“ und dem Bahnhof Niederrad ein neues, begrüntes Gleis. Rasengleise gibt es bisher an einigen Stellen in der Stadt, unter anderem auf Höhe Messe fahren die Straßenbahnen über Rasen. Doch das grüne Gleis in Niederrad soll ein ganz besonderes werden.

„Hierbei wird ein Sedum verwendet, das - im Gegensatz zu reinem Rasengleis - auch Blütenpflanzen beinhaltet“, teilt die VGF mit. „Dieses Sedum bietet Lebensräume für Insekten.“ Doch nicht nur die Natur soll von dem neuen Gleis profitieren: Dadurch, dass das Gleis nicht zusätzlich gegossen werden muss, wird Wasser und damit auch Geld gespart.

So fahren Bahnen und Busse jetzt

Betroffen von den Umleitungen durch die Arbeiten sind die Linien 12 und 19 der Straßenbahn. Bis Freitag, 23. August, 2 Uhr, gelten die Umleitungen.

Die Linie 12 fährt während der Sperrung ab der Hugo-Junkers-Straße bis zur Triftstraße auf ihrem regulären Linienweg. Von dort aus fährt sie über die Haltestelle „Rennbahn“, wo der Umstieg in die SEV-Busse möglich ist, zum Oberforsthaus und zurück. Die Linie 19 hat als vorübergehenden Start- und Endpunkt nicht Schwanheim, sondern das Stadion. Während der Bauarbeiten fährt die Linie 19 laut VGF nur vormittags.

Der Schienenersatzverkehr ist auf zwei Buslinien unterwegs. Der SEV1 fährt vom Oberforsthaus über die Haltestellen Rennbahn (Umstieg von den Straßenbahnen) und Niederrad Bahnhof (Umstieg von der S-Bahn) zum Harthweg in Goldstein. Der SEV2 fährt zwischen den Haltestellen Oberforsthaus, Rennbahn (Umstieg von den Straßenbahnen), Niederrad Bahnhof (Umstieg von der S-Bahn) und der Rheinlandstraße in Schwanheim. Die Haltestellen Kiesschneise, Waldau, Waldfriedhof Goldstein und Harthweg werden vom SEV2 allerdings nicht angefahren. Fahrgäste, die diese Haltestellen zum Ziel haben, sollen den SEV1 nutzen.

S-Bahnen und Busse als Alternative

Neben dem Ersatzverkehr gibt es auch Alternativen im S-Bahn- und Busverkehr, auf die die Fahrgäste in Niederrad zurückgreifen können. Zwischen dem Bahnhof Niederrad und dem Hauptbahnhof können die S-Bahn-Linien S7, S8 und S9 genutzt werden. Zwischen Triftstraße und der Rheinlandstraße fahren die Busse der Linie 51, zwischen der Bürostadt Niederrad und der Rheinlandstraße die Busse der Linie 78. (pk)

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