Lampe vom Flohmarkt entpuppt sich als radioaktiver Trinkbecher

Von Strahlenschutz-Behörde sichergestellt

Lampe vom Flohmarkt entpuppt sich als radioaktiver Trinkbecher

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat eine radioaktive Trinkapparatur sichergestellt, die zuvor auf einem Flohmarkt in Wiesbaden angeboten wurde. Der spezielle Becher wurde vom Vorbesitzer für eine alte Lampe gehalten.

Eine Frau hatte die vermeintliche Lampe auf dem Flohmarkt gekauft und später bemerkt, dass es sich um einen sogenannten Radium-Becher handelte. Diese wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hergestellt. Damals glaubte man, dass das Radium, das sich von dem Becher löst, wenn Wasser aufgegossen wird, eine gesundheitsfördernde Wirkung habe.

Inzwischen steht aber fest, dass es sich bei dem radioaktiven Stoff um ein hochgiftiges Gemisch handelt. Schon deshalb erfordert der bloße Besitz einer solchen historischen Apparatur eine strahlenschutzrechtliche Genehmigung. Auch das Flohmarktfundstück aus Wiesbaden wurde inzwischen von der Strahlenschutz-Behörde sichergestellt.

Wie viele der Geräte bis heute noch im Umlauf sind, ist unklar. Das zuständige Regierungspräsidium in Darmstadt geht aber davon aus, dass noch einige von ihnen auf Dachböden und in Kellern lagern könnten. Aufgrund ihres Aufbaus werden die Trinkbecher oft mit Lampen verwechselt und als Dekorationsstücke benutzt. Dabei warnt die Behörde, dass die enthaltenen radioaktiven Stoffe schon durch bloßes Anfassen auf Nahrung übertragen und so in den Körper gelangen können. (ms)

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