Taxifahrer demonstrieren gegen Uber

Politiker unterstützen Forderungen

Taxifahrer demonstrieren gegen Uber

Mehrere hundert Taxifahrer haben am Donnerstagmittag gegen den Fahrdienstleister Uber demonstriert. Zeitweise wurde der Mainkai für die Demonstration gesperrt.

Nach einem Taxikorso durch die Innenstadt versammelten sich die Fahrer auf dem Römerberg. In einer emotional vorgetragenen Rede forderte der Vorsitzende der Taxi-Vereinigung Frankfurt, Hans-Peter Kratz, den Schutz des Taxigewerbes. Er sprach von einem „Vernichtungsschlag gegen das Taxigewerbe“, zu dem Uber aushole.

Doch nicht nur Uber wurde stark kritisiert. Auch für den Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) fand Kratz keine positiven Worte. Er warf dem Minister vor, auf dem „Lohnzettel der Autoindustrie“ zu stehen. Scheuer vertrete ausschließlich die Interessen von Großkonzernen, so Kratz weiter. Von der Stadt forderte er den Entzug der Lizenzen von Partnern von Uber.

Immer wieder riefen die rund 300 anwesenden Fahrer „Uber muss weg“ und „Scheuer muss weg“. Sie selbst priesen die Taxifahrer an. Auf Schildern wurde das Taxigewerbe als „regional, sozial und ökologisch“ bezeichnet.

Unterstützung aus der Politik

Unterstützung erhielten die Taxifahrer von Parteimitgliedern der SPD, CDU und der Linken. Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen (SPD), Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) und der Linke-Fraktionsvorsitzende Martin Kliehm sprachen unterstützende Worte auf der Bühne. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hatte zuvor bereits mit Kratz gesprochen. Er habe auch von Feldmann Unterstützung zugesichert bekommen, sagte der Vorsitzende der Taxi-Vereinigung.

Bereits in der Vergangenheit hatten Taxifahrer in der Landeshauptstadt Wiesbaden gegen Uber demonstriert. Der Fahrdienstleister ist seit Dezember 2018 wieder in mehreren deutschen Städten aktiv, darunter auch Frankfurt.

In einem ersten Anlauf 2014 war das Unternehmen mit dem Dienst UberPop gescheitert. Der Dienst ist das eigentliche Kerngeschäft von Uber und sollte Mitfahrer vermitteln. Es wurde allerdings verboten, da es nach Ansicht der Behörden einer Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz für solche entgeltliche Mitnahme bedarf. (nm/lo)

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