Getöteter 38-Jähriger: Spurensuche an Hattersheimer Unterführung

Zeugen gesucht

Getöteter 38-Jähriger: Spurensuche an Hattersheimer Unterführung

Nach dem Tod eines 38-jährigen Mannes in Hattersheim am vergangenen Wochenende, sucht die Polizei nun nach Spuren an einer Hattersheimer Bahnunterführung. Wie die Polizeidirektion Main-Taunus mitteilt, werden in diesem Zusammenhang dringend Zeugen gesucht.

Am Mittwochnachmittag und Donnerstag suchten Beamte der Hessischen Bereitschaftspolizei und zwei Polizeihunde tatrelevante Spuren rund um die Bahnunterführung in der Straße „Im Nex“. „Aus ermittlungstaktischen Gründen können zum Ergebnis der Absuche keine weiteren Angaben gemacht werden“, so die Polizei.

Sie sucht nun nach Zeugen, die in der Nacht zum Samstag, 13. Juli, ab Mitternacht verdächtige Beobachtungen, vor allem rund um die Unterführung gemacht haben oder eine mögliche Auseinandersetzung mitbekommen haben. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 06192 / 2079-0 entgegen.

Hintergrund

Der 38-jährige Mann war am Samstagmorgen von einer Angehörigen tot in seiner Wohnung gefunden worden (wir berichteten). Das vorläufige Ergebnis der Obduktion: Der Mann starb an einer Hirnschwellung, einer Folge stumpfer Gewalt gegen seinen Kopf und sein Gesicht. Begünstigt wurde die Schwellung, so die Staatsanwaltschaft, durch den Konsum von Drogen und Alkohol.

Am Vorabend war er in einen Polizeieinsatz mit Wohnungsdurchsuchung verwickelt gewesen, in deren Rahmen er und weitere Personen vorläufig festgenommen und geringe Mengen Haschisch sichergestellt wurden.

Im Anschluss an den Einsatz wurde der Mann freigelassen, er soll laut Staatsanwaltschaft nochmal losgezogen sein, möglicherweise, um Drogen zu kaufen. In der Nacht habe er dann Fotos von sich mit starken Gesichtsverletzungen an Bekannte verschickt und angegeben, die Polizei habe ihm die Verletzungen zugefügt. Laut Staatsanwaltschaft liegen aktuell allerdings keine Anhaltspunkte dafür vor, dass Gewalt seitens der Beamten zu seinem Tod geführt hat. (ms)

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