Mit Samuraischwert und Fake-Waffe: Mehrere Menschen in Frankfurt bedroht

Polizei ermittelt in zwei Fällen

Mit Samuraischwert und Fake-Waffe: Mehrere Menschen in Frankfurt bedroht

Mehrere Menschen sind am Freitagabend in Frankfurt bedroht worden. Wie die Polizei mitteilt, waren die Tatverdächtigen in beiden Fällen bewaffnet.

Der erste Fall ereignete sich in Bornheim. Ein 64-Jähriger aus der Kohlbrandstraße rief gegen 22:30 Uhr wegen eines Nachbarschaftsstreits die Polizei. Als die Beamten vor Ort eintrafen, sagte der offenbar stark betrunkene Anrufer, dass seine Nachbarn ihm sein Samuraischwert geklaut hätten. Aus Sicht der Nachbarn klang die Geschichte aber anders: Sie erzählten der Polizei, dass der 64-Jährige davor mehrere Hausbewohner im Keller mit dem Schwert bedroht habe. Dabei soll er auch nach ihnen geschlagen haben. Verletzt wurde dabei jedoch niemand.

Im Anschluss soll er einen 84-jährigen Nachbarn angerufen und ihm gedroht haben, ihn mit dem Schwert zu töten. Der 84-jährige ging daraufhin gemeinsam mit einem weiteren 71-jährigen Hausbewohner zur Wohnung des Mannes und stellte ihn zur Rede. Dabei sei es den beiden auch gelungen, das Schwert in ihre Gewalt zu bringen.

Die Beamten stellten das Schwert sicher und leiteten ein Strafverfahren gegen den Besitzer ein. Zudem wurde er zwecks Ausnüchterung in Gewahrsam genommen.

In Tarnkleidung und mit Maschinenpistole

Auch in Seckbach wurden am Freitagabend zwei Personen bedroht. Sie riefen gegen 21:25 Uhr den Notruf, nachdem ein Mitglied einer dreiköpfigen Gruppe augenscheinlich eine Maschinenpistole auf sie gerichtet hatte. Die zwei Jugendlichen im Alter von 15 und 18 Jahren flüchteten daraufhin in einen Kleingarten in der Nähe.

Zuvor sahen sie noch, wie die Gruppe ebenfalls in einem Kleingarten verschwand. Dort trafen die gerufenen Polizisten auf einen jungen Mann in Tarnkleidung. Er wurde festgenommen. Außer dem 21-Jährigen befand sich auch noch eine Frau im Kleingarten, die laut Polizei allerdings nichts mit der Bedrohung zu tun hatte.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Gartengrundstücks stellten die Beamten insgesamt vier Softair-Waffen, viel Zubehör und einen Stoffbeutel mit mehreren tausend Euro Falschgeld sicher. Nachdem die polizeilichen Maßnahmen beendet waren, wurde der 21-Jährige aus Mangel an Haftgründen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern an. (nl)

Logo